General Motors Investmentbank übernimmt Milliardenanteile

Die kanadische Regierung hat ihren 2009 erworbenen Anteil am US-Autobauer General Motors verkauft. Die Aktien im Wert von umgerechnet 2,5 Milliarden Euro gingen an die Investmentbank Goldman Sachs.
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Bei den verkauften GM-Anteilen handelt es sich um 73,4 Millionen Aktien, was 4,5 Prozent des Kapitals des Autoherstellers entspricht. Quelle: AFP
General Motors

Bei den verkauften GM-Anteilen handelt es sich um 73,4 Millionen Aktien, was 4,5 Prozent des Kapitals des Autoherstellers entspricht.

(Foto: AFP)

OttawaDie kanadische Regierung hat ihre Aktienanteile an dem US-Autobauer General Motors abgestoßen. Wie das kanadische Finanzministerium am Montag mitteilte, verkaufte die Regierung die Beteiligung von umgerechnet 2,5 Milliarden Euro an die Investmentbank Goldman Sachs.

Dabei handelt es sich den Angaben zufolge um 73,4 Millionen Aktien, was wiederum 4,5 Prozent des Kapitals des Autoherstellers entspricht.

So laufen die Geschäfte im Investment-Banking
File photo of lightning over headquarters of Swiss banks UBS and Credit Suisse during a thunderstorm in Zurich
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Europäische Banken – Credit Suisse

Der Schweizer UBS-Wettbewerber Credit Suisse reklamiert die Vorreiterrolle in Sachen Strategie-Anpassungen gerne für sich. Denn auch die Credit Suisse schrumpft kräftig die eigene Bilanz, um sich den neuen Kapitalvorgaben von Basel III anzupassen. Allein in der Anleihesparte innerhalb der Investmentbank hat Credit Suisse das Volumen der risikogewichteten Aktiva innerhalb eines Jahres um 43 Prozent auf 131 Milliarden Dollar gekürzt.

Swiss bank Credit Suisse CEO Brady Dougan gestures during a Reuters interview in Zurich
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Und die Umbauarbeiten gehen weiter: In der Investmentbank soll die Bilanz nochmals um zehn Prozent gestutzt werden. Das Einsparziel wurde von drei auf vier Milliarden Franken erhöht. Wie viele Jobs das kosten wird, darüber schweigt sich Bank-Chef Brady Dougan (Bild) indes aus. Trotz der Kürzungen haben sich die Umsätze dieses Geschäftsbereichs im Jahresvergleich im dritten Quartal verdreifacht - was Analysten als die positive Überraschung hervorstrichen.

Switzerland Earns Credit Suisse
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Für Finanzchef David Mathers zeigt das Ergebnis, dass die Bilanzausdünnung nicht auf die Erträge durchschlagen muss. Credit Suisse erzielte im Investment-Banking im dritten Quartal eine Eigenkapitalrendite von knapp zehn Prozent. „Das wird die UBS wohl nicht erreichen, was den Druck auf das Management hoch halten wird“, sagt Christian Stark, Analyst bei Cheuvreux.

huGO-BildID: 28402545 (FILES) - A pictures dated February 24, 2011 shows a Royal Bank of Scotland (RBS) sign in central London. Britain's state-
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Jim O'Neill nahm kein Blatt vor den Mund, als er sich vor kurzem zur Zukunft der Royal Bank of Scotland (RBS) äußerte: „Unserer Ansicht nach sollte die Form und Größe der Investmentbank am Ende kleiner sein als heute.“ Die Meinung von O'Neill hat Gewicht, denn er ist der Chef von UKFI, jener Organisation, die die Bankenbeteiligungen der britischen Regierung verwaltet, und die RBS gehört seit ihrer Rettung durch die Steuerzahler 2008 zu 81 Prozent dem Staat.

File photo of Royal Bank of Scotland Chief Executive Stephen Hester in Glasgow
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Die Investmentbank des Geldhauses soll also weiter schrumpfen. Dabei ist Vorstandschef Stephen Hester (Bild) bereits kräftig auf die Bremse getreten. Anfang dieses Jahres hatte Hester den Abbau von rund 4000 Arbeitsplätzen angekündigt. Die Bank zog sich aus großen Teilen des Aktiengeschäfts und einigen anderen Bereichen zurück und verkaufte den traditionsreichen Broker Hoare Govett.

Britain Earns Royal Bank of Scotland
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Seit Hester Ende 2008 sein Sanierungsprogramm für das damals schwer angeschlagene Geldhaus auf den Weg brachte, hat er die Investmentbank der RBS um mehr als die Hälfte verkleinert. Einen völligen Rückzug hielte aber auch UKFI-Chef O'Neill für eine falsche Entscheidung. Zu wichtig seien die Dienste der Investmentbanker für das Wachstum und das Wohlergehen britischer Unternehmen.

Deutsche Bank Pressekonferenz
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Deutsche Bank

Bei der Deutschen Bank müssen Tausende Investmentbanker um ihren Job fürchten. Jürgen Fitschen (l.) und Anshu Jain wollen sparen, um Ertragseinbußen im Zuge der Schuldenkrise und der härteren Regulierung aufzufangen. Das Investment-Banking dürfte zwar zuletzt wieder gut gelaufen sein. Doch das Geschäft gilt als sehr volatil - und Volatilität steht bei der Bank derzeit nicht hoch im Kurs.

Im Jahr 2009 hatten die kanadische Regierung sowie die Provinz Ontario eine zwölfprozentige Beteiligung erstanden, um das angeschlagene Unternehmen zu stützen. Ontario verkaufte seinen Anteil im Februar.

  • afp
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