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General Motors Zollstreit bringt Autoriesen GM und Fiat Chrysler an der Börse unter Druck

Die US-Autobranche ächzt unter Trumps Strafzöllen. GM und Fiat Chrysler melden deutliche Gewinnrückgänge für das zweite Quartal.
25.07.2018 - 16:39 Uhr Kommentieren
Wegen der Gewinnrückgänge geriet GM auch an der Börse unter Druck. Quelle: Reuters
General Motors

Wegen der Gewinnrückgänge geriet GM auch an der Börse unter Druck.

(Foto: Reuters)

Detroit/Turin Der von US-Präsident Donald Trump angezettelte Handelsstreit trifft die Auto-Industrie hart. Die Branchenriesen General Motors (GM) und Fiat Chrysler verdienten im Frühjahr bereits deutlich weniger und schockten die Finanzwelt am Mittwoch mit Gewinnwarnungen. An der Börse gerieten die Aktien der Autohersteller stark unter Druck. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker will eine weitere Eskalation im Handelskonflikt zwar bei einem Treffen mit Trump in Washington verhindern - doch die Fronten scheinen verhärtet.

Zölle auf US-Autoimporte sind bislang zwar nur eine Drohung, aber der Branche setzt die aggressive Handelspolitik der Trump-Regierung bereits zu. Der größte US-Autobauer GM litt im zweiten Quartal unter gestiegenen Kosten für Produktionsmaterial wie Stahl und Aluminium, auf das die Trump-Regierung bereits Strafzölle verhängt hat. Der Überschuss fiel im Vergleich zum Vorjahr um 2,8 Prozent auf 2,4 Milliarden Dollar (2,1 Mrd Euro), wie GM in Detroit mitteilte. Der Umsatz sank um 0,6 Prozent auf 36,8 Milliarden Dollar.

Trotz großer Herausforderungen habe man „solide Ergebnisse“ geliefert, kommentierte Vorstandschefin Mary Barra die Zahlen. Die Ziele für das laufende Jahr senkte GM jedoch deutlich. Für 2018 wird nur noch ein Gewinn in Höhe von 6 Dollar pro Aktie in Aussicht gestellt - zuvor waren 6,30 bis 6,60 Dollar erwartet worden.

Neben höherer Rohstoffkosten trübten ungünstige Wechselkurse in Südamerika den Ausblick, erklärte GM. Finanzchef Chuck Stevens sprach von „erheblichem Gegenwind“. An der Börse fiel die Reaktion heftig aus - die Aktie eröffnete in New York mehr als 6 Prozent schwächer.

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    Der um seinen verstorbenen Konzernlenker Sergio Marchionne trauernde italienisch-amerikanische Autobauer Fiat Chrysler musste ebenfalls deutliche Abstriche machen. Der Quartalsgewinn fiel im Jahresvergleich um gut ein Drittel auf 754 Millionen Euro, wie das Unternehmen in Turin mitteilte.

    Die Jahresprognose für das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern wurde von 8,7 Milliarden auf 7,5 bis 8 Milliarden Euro gekürzt. Auch die Umsatzerwartungen wurden deutlich zurückgenommen. Besonders im China-Geschäft bereitet der Zollstreit Probleme. Die Aktie sackte zeitweise um über 11 Prozent ab.

    US-Präsident Trump wehrte sich kurz vor seinem Treffen mit EU-Kommissionspräsident Juncker gegen Kritik an seiner Handelspolitik. Bei Twitter machte Trump deutlich, dass er keinen Anlass sieht, von weiteren Strafzöllen gegen andere Länder abzusehen. „Jedes Mal, wenn ich einen schwachen Politiker sehe, der fordert, Handelsgespräche oder die Nutzung von Zöllen zu stoppen, um unfaire Zölle zu bekämpfen, frage ich mich, was sie denken?“, schrieb Trump. Man dürfe keine Schwäche zeigen.

    • dpa
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