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Genfer Autosalon VW erwägt größeren Konzernumbau – Renaissance der Markenwelten-Idee?

Kurz vor Beginn des Genfer Autosalon hat VW-Chef Müller von einem Konzernumbau gesprochen. Im Fokus steht das Nutzfahrzeug-Geschäft.
06.03.2018 Update: 06.03.2018 - 10:30 Uhr 1 Kommentar
Volkswagen: VW plant offenbar größeren Konzernumbau Quelle: dpa
Matthias Müller

Matthias Müller, Vorstandsvorsitzender von Volkswagen, spricht beim VW Konzernabend im Vorfeld des Genfer Autosalon über den Konzernumbau.

(Foto: dpa)

Genf
Volkswagen denkt über einen größeren Konzernumbau nach. „Dass wir uns auch mit Fragen, wie die Governance und die langfristige Zukunft unserer Gesellschaftsstruktur und die Struktur unseres Unternehmens betreffend befassen, das ist klar“, sagte Konzernchef Matthias Müller am Rande einer VW-Veranstaltung im Vorfeld des Genfer Autosalons. Gefragt, ob sich die Wolfsburger an Plänen von Daimler oder Continental orientieren, antwortete Müller: „Wir haben unsere eigenen Vorstellungen.“ Man wolle sich Zeit lassen, um die Pläne zu entwickeln.

Ein Insider erläuterte, die Vorbereitungen für einen Börsengang des Nutzfahrzeug-Geschäfts seien Teil von Überlegungen für einen größeren Umbau. Die Lkw-Sparte könne leichter abgespalten werden, weil es kaum Berührungspunkte mit dem Pkw-Geschäft gebe. Das Management spreche bereits mit den Stakeholdern, also den Eignerfamilien und dem Betriebsrat. Es komme darauf an, alle Kräfte im Konzern für die Pläne zu gewinnen, sagte die Person mit Kenntnis der Beratungen. Wenn alles glatt gehe, könnten die Gespräche schon Ende des Monats beendet werden. Sicher sei dies jedoch keinesfalls.

Bei den Plänen für einen Umbau könnte auch die Idee der so genannten Markenwelten wieder aufleben, wie aus Unternehmenskreisen zu hören ist. Der Konzern mit seinen zwölf Marken gilt schon seit längerem als sperrig. Bei der Bündelung müsse darauf geachtet werden, dass keine Synergien verloren gingen, betonte der Insider. Unklar ist noch, wie die neue Struktur aussehen könnte.

Planspiele für eine strukturelle Reform des Konzern gibt es schon länger. Doch bislang waren es vor allem die Arbeitnehmervertreter, die große Bedenken äußerten. Durch das VW-Gesetz genießen die Gewerkschafter im Konzern mehr Mitspracherecht. Es ist allerdings fraglich, ob dieser Einfluss bei Ausgliederungen erhalten bliebe. Mit EU-Recht wäre eine Ausweitung des VW-Gesetzes kaum vereinbar.

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    Schon der frühere Konzernchef Martin Winterkorn hatte mit möglichen Strukturreformen experimentiert, die einst von seinem Vorgänger Bernd Pischetsrieder entwickelt wurden. Anfangs sollte eine Premiumgruppe mit Audi, Bentley, Bugatti und Lamborghini und eine Gruppe mit den Volumenmarken VW, Skoda und Seat zusammengefasst werden. Später wurde überlegt, bestimmte Marken nach dem jeweiligen Baukastenprinzip zusammenzufassen, das sie verwenden.

    Müller sagte Reuters TV auf die Frage nach einem Börsengang des Nutzfahrzeug-Geschäfts: „Das ist eine Überlegung, mit der wir uns permanent zu beschäftigen haben. Da geht es nicht nur um Truck & Bus, sondern um die Schlagkraft des VW-Konzerns insgesamt.“ Das sei ein Dauerthema für den Vorstand. Es gebe aber noch keine Entscheidung.

    Eine mit den Plänen vertraute Person sagte, das Management von Volkswagen Truck & Bus habe in der vergangenen Woche unter Führung von Spartenchef Andreas Renschler über Wege an den Kapitalmarkt diskutiert. Eine der Möglichkeiten sei ein Börsengang, sagte der Insider. Um kapitalmarktfähig zu sein, solle die bisher als GmbH geführte Sparte in eine Aktiengesellschaft – eine deutsche AG oder eine Europa-AG (SE) – umgewandelt werden.

    Zwischen elektrischen Schulbussen und Supersportwagen
    Tesla-Gegner aus Wolfsburg
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    Ab 2022 soll der ID Vizzion als elektrische Limousine gebaut werden. VW-Markenchef Herbert Diess persönlich stellt ihn in Genf vor.

    (Foto: dpa)
    Füße hoch
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    Ein Lenkrad hat der Vizzion nicht, dafür aber Teppichboden und genug Platz, um die Füße hochzulegen. VW-Markenchef Herbert Diess (hinten) und Konzernchef Matthias Müller probieren es persönlich aus.

    (Foto: dpa)
    Gute Zahlen
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    Zuvor hatte Konzernchef Matthias Müller nicht nur Rekordzahlen, sondern auch massive Investitionen in Elektromobilität angekündigt.

    (Foto: dpa)
    Sedric der Schulbus
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    Ein Resultat soll dieser elektrische Schulbus sein, der Kinder vollautomatisch in die Schule bringt. Sein Name: Sedric.

    (Foto: dpa)
    Elektrischer Supersportler
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    Auf dem Markenabend zeigt VW aber auch das erste Elektroauto von Lamborghini. Der Terzo Millennio hat gleich vier Elektromotoren an Bord.

    (Foto: dpa)
    Unverwundbar
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    Besonders ist aber auch seine Außenhaut, die vom MIT mitentwickelt wurde: sie soll sich selbst reparieren. Das Auto ist von Kapillaren durchzogen, die selbst wieder verhärten, sobald sie beschädigt werden.

    (Foto: dpa)
    Elektrisch nur im Motorsport
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    Bei der Konzernmarke Seat kommt die Elektromobilität zunächst im Motorsport zum Einsatz.

    (Foto: dpa)

    Nach Handelsblatt-Informationen hat der VW-Konzernvorstand den Weg an die Börse in der vergangenen Woche mit einem Beschluss schon frei gemacht, auch wenn Beratungen mit den Betriebsräten und eine Entscheidung des Aufsichtsrats der VW-Tochtergesellschaft noch ausstehen. Dafür gibt es einen konkreten Zeitplan: Der Aufsichtsrat der VW-Tochter soll Ende März grünes Licht geben, der Börsengang wäre etwa ein Jahr später angepeilt. Offiziell Müller betonte indes, es gebe keine Entscheidungen.

    Über eine Verselbstständigung und einen Börsengang des VW Nutzfahrzeug-Geschäfts wird schon lange spekuliert. Unter Renschler, der vor drei Jahren von Daimler zu VW gekommen war, ist die Verzahnung der beiden selbstbewussten Lkw-Töchter MAN und Scania vorangekommen. Sie bilden zusammen mit dem Nutzfahrzeuggeschäft in Brasilien und der Digitalmarke RIO Volkswagen Truck & Bus. Aufspaltungen mit der Option zu einem Börsengang sind ein neuer Trend. So bereiten auch Continental und Daimler einen solchen Konzernumbau vor.

    • rtr
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    Mehr zu: Genfer Autosalon - VW erwägt größeren Konzernumbau – Renaissance der Markenwelten-Idee?
    1 Kommentar zu "Genfer Autosalon: VW erwägt größeren Konzernumbau – Renaissance der Markenwelten-Idee?"

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    • GENFER AUTOSALON
      VW erwägt größeren Konzernumbau – Renaissance der Markenwelten-Idee?
      Kurz vor Beginn des Genfer Autosalon hat VW-Chef Müller von einem Konzernumbau gesprochen. Im Fokus steht das Nutzfahrzeug-Geschäft.

      .......................

      VW ist mir immer mehr die FIRMA DER GROSSE SPRÜCHE, aber IMMER WENIGER ERFÜLLUNG DER KUNDEN ANSPRÜCHE !!!

      ich glaube PORSCHE nichts mehr, und VW gehört zu mehr als 51% der Aktien zu PORSCHE !!!

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