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Geplatzte Übernahme Akzo Nobel und Elliott begraben Kriegsbeil

Der Chemiekonzern Akzo Nobel und der Hedgefonds Elliott haben ihren Streit vorerst geschlichtet. Elliott stellt alle laufenden Rechtsstreitigkeiten vorrübergehend ein. Ursache des Streits war eine geplatzte Übernahme.
16.08.2017 - 13:14 Uhr Kommentieren
Das Unternehmen hatte sich über Monate mit Elliott im Clinch befunden. Quelle: dapd
Akzo Nobel

Das Unternehmen hatte sich über Monate mit Elliott im Clinch befunden.

(Foto: dapd)

Amsterdam/Frankfurt Der niederländische Chemiekonzern Akzo Nobel und der aktivistische Hedgefonds Elliott legen ihren monatelangen Streit einstweilen bei. Akzo verständigte sich mit seinem größten Anteilseigner darauf, dass Elliott alle laufenden Rechtsstreitigkeiten gegen den Farbenhersteller für mindestens drei Monate einstellt und die Kandidaten für den Vorstand und Aufsichtsrat von Akzo unterstützt. Elliott werde zudem den geplanten Verkauf des Spezialchemikaliengeschäfts der Niederländer unterstützen, teilte Akzo Nobel am Mittwoch mit.

Das Unternehmen hatte sich über Monate mit Elliott im Clinch befunden. Der für sein aggressives Finanzgebaren bekannte Hedgefonds hatte Akzo im Abwehrkampf gegen eine Übernahme durch PPG mehrfach aufgefordert, Verhandlungen mit dem US-Konzern aufzunehmen und den Rücktritt von Aufsichtsratschef Antony Burgmans gefordert. Mit entsprechenden Klagen vor Gericht war Elliott aber gescheitert.

PPG hatte nach erbittertem Widerstand von Akzo Anfang Juni die Lust am rund 26 Milliarden Euro schweren Zukauf des Farbenherstellers verloren. Akzo hatte in dem Übernahmepoker angekündigt, sein Spezialchemiegeschäft abzuspalten, um den Konzern für PPG unattraktiver zu machen. Die Erlöse aus einem Verkauf oder Börsengang der schätzungsweise acht Milliarden Euro schweren Sparte will Akzo größtenteils den Aktionären direkt zufließen lassen. Elliott ist mit einem Anteil von 9,5 Prozent größter Anteilseigner der Niederländer.

Der Hedgefonds stellte sich nun hinter die Nominierung von Thierry Vanlancker als neuen Akzo-Chef. Er soll nach Zustimmung durch eine außerordentliche Hauptversammlung Anfang September Ton Büchner folgen, der im Juli aus gesundheitlichen Gründen zurücktrat.

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    Akzo gab am Mittwoch zudem mit Covestro-Chef Patrick Thomas und der frühern SAB-Miller-Managerin Sue Clark zwei neue Kandidaten für den Aufsichtsrat bekannt. Einen dritten neuen Aufsichtsrat will Akzo in Absprache mit seinen größeren Aktionären, darunter auch Elliott, nominieren. Chefaufseher Burgmans geht im kommenden Frühjahr in den Ruhestand, für ihn wurde noch kein Nachfolger benannt.

    • rtr
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