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Gerichtsstreit um Markenrecht Budweiser unterliegt Bud

Die tschechische Staatsbrauerei Budejovicky Budvar – zu deutsch: Budweiser – ist vor einem EU-Gericht dem US-Biergiganten Anheuser-Busch unterlegen. Die Unternehmen streiten sich seit Jahren um die bekannte Biermarke, die sie beide nutzen.
Die tschechische Ausgabe von Budweiser. Foto: ap

Die tschechische Ausgabe von Budweiser. Foto: ap

HB LUXEMBURG. Anheuser-Busch durfte beim EU-Markenamt die Bezeichnungen „Budweiser“ und „Bud“ sowie das „Budweiser“-Logo für Waren eintragen lassen, die nichts mit Bier zu tun haben, beispielsweise Textilien, Schreibwaren oder Nahrungsmittel. Das urteilte das EU-Gericht Erster Instanz am Dienstag in Luxemburg.

Das tschechische Traditionsunternehmen hatte beim zweithöchsten EU-Gericht gegen das Markenamt geklagt. Das Gericht stellte fest, dass die von der tschechischen Budweiser-Brauerei verteidigten Ursprungsbezeichungen „nur für Bier und ähnliche Erzeugnisse“ geschützt sind.

Für einen erweiterten Schutz hätten die Tschechen nachweisen müssen, dass der Ruf der Marke beeinträchtigt werde. Das sei nicht gelungen. Das tschechische Unternehmen hat zwei Monate Zeit, um Berufung einzulegen.

Der Rechtsstreit um den Markenschutz bei Bier habe sich erledigt, berichtete das Gericht weiter. Anheuser-Busch wolle das Logo „Budweiser“ für Bier und ähnliche alkoholische und nicht-alkoholische Getränke nicht mehr wie ursprünglich geplant beim Markenamt eintragen lassen.

„Budejovicky Budvar“ streitet sich weltweit vor Gerichten mit Anheuser-Busch um die Rechte an der Marke „Budweiser“. In den USA wurde Budweiser 1878 als Warenzeichen eingetragen. In Südböhmen wird das Budweiser Bier aber bereits seit 1265 gebraut.

Anheuser-Busch verkauft Bier unter den Namen „Budweiser“ und „Bud“, während die Tschechen Bier unter den Namen „Budweiser Budvar“ und „Bud Super Strong“ anbieten. Mit der Hauptmarke Budvar machte Budejovicky im vergangenen Jahr einen Umsatz von rund 340 Mill. Euro. Verglichen mit den Milliarden, die Anheuser-Busch umsetzt, ist das wenig. Das Unternehmen kontrolliert mehr als die Hälfte des US-Biermarkts.

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