Geringe Nachfrage GM setzt Produktion von Volt und Ampera aus

Vollbremsung bei General Motors: Der Opel-Mutterkonzern bleibt auf den teuren Elektroautos Volt und Ampera sitzen - und stoppt für fünf Wochen die Produktion. Der überproduzierte Bestand reicht noch Monate.
Update: 03.03.2012 - 09:37 Uhr 28 Kommentare
Ein Chevrolet Volt beim Auftanken. Quelle: Reuters

Ein Chevrolet Volt beim Auftanken.

(Foto: Reuters)

DetroitWegen schleppender Verkäufe hält General Motors die Produktion seines Elektroautos Chevrolet Volt für fünf Wochen an. Die Bänder im Werk Hamtramck im Bundesstaat Michigan stünden zwischen dem 19. März und dem 23. April still, bestätigte ein GM-Sprecher am Freitag (Ortszeit). 1300 Mitarbeiter sind betroffen.

Der Chevrolet Volt wird fast baugleich in Deutschland auch als Opel Ampera verkauft. Die Auslieferung hatte sich jedoch wegen einer brennenden Batterie nach einem US-Crashtest um mehrere Wochen verzögert. Opel hat sich vorgenommen, 10.000 der Wagen in diesem Jahr zu verkaufen. Zuletzt lagen für den Ampera 6000 Bestellungen vor.

In den Vereinigten Staaten war GM vom Chevrolet Volt im vergangenen Jahr knapp 7700 Stück losgeworden - geplant waren 10.000. In diesem Jahr wollte GM ursprünglich 60.000 Fahrzeuge produzieren, 45.000 davon alleine für den Heimatmarkt. Doch der Konzern wurde im Januar und Februar in den USA zusammen gerade mal 1600 Volt los.

Der Volt wird rein elektrisch angetrieben, besitzt aber auch einen Verbrennungsmotor, der bei Bedarf die Batterie auflädt. Nach dem Brand hatte GM die Karosserie rund um die Batterie verstärkt und das Kühlsystem verbessert. In Deutschland kostet der Ampera mindestens 42.900 Euro.

  • dpa
Startseite

28 Kommentare zu "Geringe Nachfrage: GM setzt Produktion von Volt und Ampera aus"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Kenn ich das nicht woher? Da gabs doch mal den EV 1 von GM. Da gab es einen Markt, nur wollte GM diesen nicht verkaufen. Als das Gesetz abgeschaft wurde in Kalifornien,wurde dieser sofort eingestanzt und vernichtet! Renault schaffts ja auch.

    Ich will nen Prius Plugin. der braucht nicht > 6l/100km wenn der Akku leer ist!!! und bei Spritmonitor sieht man das deutlich. :-)

  • Schon mal was von Ökostrom gehört? Wer sich für die Umwelt interessiert, hat längst den Anbieter gewechselt!

  • ist auch nicht verwunderlich, da der Plug-In Prius für
    10.000 Dollar weniger angeboten wird.

  • Das Sie damals mehr Spaß hatten, lag daran, das Sie jung waren, das hat nichts mit dem Auto zu tun.

  • Die angeblichen "Elektroautos" sind doch einfach Kohle-, Öl-, oder Gasautos,(ach ja und ein bisschen hochsubventionierte Wind- und Sonnenenergie, nicht zu vergessen, die Feldfrüchte, die nicht mehr auf den Tisch, sondern in die Biogasanlage kommen). Bei einigen Foristen hier, scheint der Strom ja einfach aus der Steckdose zu kommen und im Oberstübchen brennt kein Licht.

  • @ Weg-mit-dem-Superauto:
    - Licht: also es gibt Fahrradlichter, die mit 4-AA´s betrieben werden... bei guten LED´s braucht man recht wenig E-Energie...
    - Sitzheizungen, die man nachträglich einbauen kann, verbrauchen so um 30-100W. Die laufen übrigens dank der kleinen Bleibatterie im Verbrenner...
    - Klima ist schon eine Stufe schwerer, aber auch bei weitem kein Ding der Unmöglichkeit. Die würde einige kW brauchen.
    - Die Industriezweige werden absterben, das ist richtig. Aber es kommen neue, bzw. die sind inzwischen im kommen. Die Welt verändert sich halt, ist nichts neues.

  • Genau - das war schon 1899 so - sihe hier:http://de.wikipedia.org/wiki/La_Jamais_Contente

    In 10-20 Jahren wird die Bauart von Volt /Ampera im Massenmarkt der Industrienationen der Standard sein - vorher sollte man das Teil vielleicht noch ein "Wenig" ausentwickeln ...bis dahin, ist Opel eh Geschichte.
    Somit genauso ein technischer Fehlschuß wie weiland NSU mit seinem genialen RO80.

  • @ Energieelite:
    Um 40 Mio E-Autos herzustellen, bräuchte man 20 Jahre, wenn man 2 Mio pro Jahr herstellen würde (also fast nur noch E-Autos). Den Strom dafür aus den Erneuerbaren würden die schon heute doppelt bereit stellen können, im letzten Jahr hatten wir 20% im Stromnetz (mehr als AKW´s)

  • @ KamilJan:
    Die hatten leider den Verbrennungsmotor zu groß dimensioniert, so groß und komplex muss der Range Extender nicht sein, das treibt (u.a.) die Kosten und Gewicht nach oben. Hyundai HED-8 i-oniq wird es hoffentlich besser machen (da ist die Rede von einem 1.0-Liter Dreizylinder).

  • @ Erfahrungssammler:
    Wind- oder Solarstrom würden Sie noch viel uneffizienter mit einem Verbrennungsauto nutzen können. Und selbst wenn Sie Öl nutzen: angefangen von Öl schafft kein Auto diese 20%, die Sie erwähnen... selbst ab der Zapfsäule bis zum Rad ist die Effizienz eines Verbrennerautos wesentlich kleiner als 20% (nicht zu verwechseln mit dem reinen Motorwirkungsgrad, der nur bei bestimmter Last und bestimmten Drehzahlen erreicht wird).

Alle Kommentare lesen
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%