Gerresheimer US-Zukauf schiebt Verpackungsspezialisten an

Gerresheimer ist im vergangenen Jahr kräftig gewachsen. Vor allem ein US-Zukauf hat dem Verpackungshersteller Schwung verliehen. 2016 setzt der Vorstandschef aber wieder stärker auf Wachstum aus eigener Kraft.
Der Verpackungshersteller ist vor allem dank eines Zukaufs gewachsen. Quelle: dpa
Gerresheimer

Der Verpackungshersteller ist vor allem dank eines Zukaufs gewachsen.

(Foto: dpa)

DüsseldorfDer Erwerb der US-Firma Centor gibt dem Düsseldorfer Verpackungsspezialisten Gerresheimer neuen Schwung: Das Unternehmen will seinen Umsatz in diesem Jahr währungsbereinigt um satte neun Prozent steigern. Im vergangenen Geschäftsjahr (30.November) wuchs Gerresheimer auch dank der Übernahme um 6,8 Prozent auf knapp 1,38 Milliarden Euro Umsatz.

Eine weitere Transaktion der Düsseldorfer sorgte für einen kräftigen Gewinnsprung: Das Konzernergebnis stieg um mehr als 50 Prozent auf 112,7 Millionen Euro. Die Düsseldorfer hatten für rund 200 Millionen Euro sein Geschäft mit Röhrenglas an den Konzern Dow Corning verkauft. Gerresheimer stellt in mehr als 40 Werken weltweit Verpackungen aus Glas und Kunststoff für die Pharma- und Kosmetikindustrie sowie Medizinprodukte wie Insulin-Pens und Asthma-Inhalatoren her.

„Ich schaue mit viel Zuversicht auf die nächsten Jahre“, sagte Uwe Röhrhoff, Vorstandsvorsitzender des M-Dax Unternehmens. Organisch war Gerresheimer im abgelaufenen Geschäftsjahr lediglich um 1,5 Prozent gewachsen, lag damit aber im prognostizierten Zielkorridor von ein bis drei Prozent Wachstum. Im laufenden Jahr will Gerresheimer auch aus eigener Kraft wieder stärker wachsen. Das Geschäft in den USA hat sich wieder erholt, die Kapazitäten für die Produktion von Insulin-Pens und Asthma-Inhalatoren werden ausgebaut.

Die größten Pharmakonzerne der Welt
Platz 20: Astellas
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Gemessen am reinen Pharmaumsatz ist Astellas die Nummer zwei der japanischen Pharmaindustrie. Der Schwerpunkt liegt auf Transplantationsmedizin, Onkologie und Antiinfektiva. Die Japaner kamen im vergangenen Jahr auf einen Umsatz von 11,1 Milliarden Dollar.

Platz 19: Boehringer
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Das Labor von Boehringer Ingelheim: Der zweitgrößte deutsche Pharmakonzern ist fest in Familienhand. Die Schwerpunkte liegen auf Mittel gegen Atemwegserkrankungen wie etwa das Lungenmittel Spiriva. Ein weiteres bekanntes Mittel ist Pradaxa, das zur Thrombose-Prävention eingesetzt wird. Geschätzter Umsatz 2015: 12,6 Milliarden Dollar.

Platz 18: Takeda
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Takeda ist der größte japanische Pharmahersteller und bietet Mittel in verschiedenen Therapiegebieten. Die Japaner haben sich 2014 durch die Fusion mit Nycomed deutlich vergrößert und kamen voriges Jahr auf einen Pharmaumsatz von 13,8 Milliarden Dollar.

Platz 17: Allergan
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Allergan hieß früher einmal Actavis und ist unter anderem Hersteller von Botox. 2015 machte das Unternehmen einen Umsatz von 15,1 Milliarden Dollar.

Platz 6: Bayer
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Der größte deutsche Pharmakonzern hat sich im Gegensatz zu dem Jahr 2015 um ganze zehn Platze verbessern können. Der Umsatz 2017: 43,1 Milliarden Dollar. Top-Produkte sind beispielsweise der Gerinnungshemmer Xarelto und das Augenmedikament Eylea.

Platz 15: Novo Nordisk
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Die Produktion von Langzeitinsulin der Firma Novo Nordisk: Der dänische Arzneihersteller ist einer der weltweit führenden Anbieter von Mitteln gegen Diabetes. Er kam im vergangenen Jahr auf einen Umsatz von 16,1 Milliarden Dollar.

Platz 14: Bristol-Myers Squibb
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Der New Yorker Konzern hat seinen Schwerpunkt bei Mitteln gegen HIV und in der Immunologie, aber auch in der Onkologie. Der Pharmaumsatz lag 2015 bei 16,6 Milliarden Dollar.

Das margenstarke Geschäft der US-Firma Centor, Marktführer für Kunststoffverpackungen für verschreibungspflichtige Tabletten, wird in den kommenden Jahren auch die Gewinnmarge des Düsseldorfer Unternehmens deutlich anheben. Röhrhoff stellt eine um Sondereffekte bereinigte Marge von 22 Prozent im Jahr 2018 in Aussicht. Vor dem Zukauf hatte Röhrhoff noch einen Zielwert von 21 Prozent angepeilt.

Im laufenden Geschäftsjahr soll das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) um rund 15 Prozent auf 320 Millionen Euro ansteigen, wobei Röhrhoff eine Bandbreite von plus minus zehn Millionen Euro einkalkuliert. Die Dividende soll um 13 Prozent auf 0,85 Euro angehoben werden.

Schuldenabbau steht im Vordergrund
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