Gerüchte Merkel schreibt Brandbrief an GM

Opel ist ein spezielles Unternehmen: Ohne die Politik läuft es einfach nicht. Die Kanzlerin hat diese These heute wieder unter Beweis gestellt.
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Opel - ein Autobauer wie eine italienische Oper
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18. April 2009: Angeblich hat Fiat Interesse an Opel. Zeitungen in den USA und Italien melden dies; Fiat-Verwaltungsratschef Luca de Montezemolo sagt hingegen, da sei nichts dran. Im Hintergrund spielt nicht nur der Opel-Mutterkonzern General Motors eine Rolle, sondern auch Verflechtungen mit Chrysler.Foto: Reuters

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23. April: Lange dauerte das Rätselraten um die Zukunft für Opel. Nun bahnen sich zumindest zwei Lösungen an: Der Autobauer steht vor einer Übernahme durch den italienischen Konkurrenten Fiat - oder dem österreichisch-kanadischen Zulieferer Magna. Ein Einstieg von Fiat treibt deutsche Arbeitnehmervertreter allerdings auf die Barrikaden.Foto: dpa

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24. April: Fiat-Chef Sergio Marchionne streckt die Hand aus, doch kaum jemand mag zugreifen. Der Widerstand gegen eine Übernahme des angeschlagenen Autobauers Opel durch die Italiener wächst. Gewerkschafter sind dagegen, Landespolitiker reagierten eher kühl auf die Offerte aus Turin. Die Bundesregierung knüpft ihre Unterstützung an Bedingungen.Foto: Reuters

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25. April: Auf der Suche nach Käufern für die GM-Tochter Opel zeichnet sich Medienberichten zufolge immer stärker eine Favoritenrolle des Automobilzuliferers Magna ab. Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg will erste Gespräche mit dem Interessenten führen. Um jeden Preis wird das Traditionsunternehmen jedoch nicht veräußert.Foto: ap

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27. April: Der italienische Autobauer Fiat hat im Falle einer Opel-Übernahme den Erhalt aller vier Standorte in Deutschland zugesichert. Das bedeute aber nicht, dass auch die aktuellen Kapazitäten der Werke garantiert werden könnten. Derweil setzt sich SPD-Kanzlerkandidat Steinmeier für einen anderen Opel-Interessenten ein.Foto: Reuters

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28. April: Erst Fiat, jetzt Magna: Nach dem italienischen Autohersteller hat nun auch der österreichisch-kanadische Zulieferer sein Konzept für Opel vorgelegt. Wirtschaftsminister zu Guttenberg ist mit dem ersten Entwurf, nach dem Magna offenbar eine Minderheitsbeteiligung anstrebt, durchaus einverstanden. Damit ist das Rennen zwischen Fiat und Magna wieder offen.Foto: ap

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29. April: Opel und der Oligarch, deutsche Autos und ein russischer Milliardär - was für eine schöne Geschichte. Fragt sich nur, ob das russisch/deutsche Automärchen stimmt. Denn dass Oleg Deripaska als Investor im Verbund mit dem Zulieferer Magna beim Autobauer Opel an Bord geht, sorgt nicht nur in Moskau für Verwirrung. Denn da gibt es einen großen Haken.Foto: Reuters

Bundeskanzlerin Angela Merkel fordert von General Motors schnell Klarheit über die Zukunft von Opel. Es sei allen zu wünschen, dass die Gerüchte über einen möglichen Verkauf des Autoherstellers aus der Welt kämen, sagte Merkels Sprecher Steffen Seibert am Freitag in Berlin.

Die Bundeskanzlerin habe großes Verständnis für die Opel-Belegschaft, bei der sich nun erneut große Verunsicherung breitmache. Betriebsratschef Klaus Franz habe sich in einem Brief an Merkel gewandt. „Sie ist informiert über die Stimmungslage“, sagte Seibert. Die Beschäftigten arbeiteten gut und hätten bereits neue Marktanteile errungen. Ihre Leistung solle gewürdigt werden.

Seibert sagte, die Bundesregierung habe keine Kontakte zu General Motors. Auch die Sprecherin des Wirtschaftsministeriums, Beatrix Brodkorb, bestätigte, man habe zwar Kontakt zu Opel, nicht aber zum amerikanischen Mutterkonzern.

Eine Betriebsversammlung bei der Adam Opel AG hatte am Freitag keine Klarheit über den möglichen Verkauf gebracht. Vorstandschef Karl-Friedrich Stracke nannte die Meldungen über einen solchen Schritt nach wie vor „Spekulation“, dementierte aber nicht eindeutig, wie es aus der Versammlung hieß.

Das übliche Dementi von GM fiel vergleichsweise dünn aus. Man wolle sich zu den Gerüchten nicht äußern. Insider glauben, dass ein Verkauf von Opel eher unwahrscheinlich sei. GM würde das wohl nur bei einem Verkaufspreis tun, der entsprechend hoch ist. Und es gilt als fraglich, dass ein Bieter eine entsprechend hohe Summe auf den Tisch legen würde. Fest steht: Die Manager von GM sind frustriert über die Entwicklung bei der Verluste schreibenden deutschen Tochter.

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  • Widerlich anzuschauen, wie sich Merkel in Alles und Jedes einmischt was sich populistisch verwerten lässt.

    Dieser kleinster gemeinsamer Nenner Merkel muss endlich von der politischen Bildfläche verschwinden bevor die mittlerweile zur Beamtenpartei verkommene CDU unter die 5% Hürde fällt. Aber sind das nicht alle deutschen Parteien?

  • Hallo ihr naiven Menschen.......
    Habt ihr immer noch nicht geblickt, daß man euch an der Nase herumführt ???????
    So dumm wie es scheint sind die "Politiker" der USA und Deutschland garnicht !!!!!
    Das Ganze hat System und Planung - zu eurem Nachteil !!!!!
    Schön weiterschlafen...........

  • Ohne veröffentlichten Brief glaube ich nichts. Und selbst wenn, dann stammt er bestenfalls aus dem Vorzimmer und ist von einem Azubi geschrieben.

  • Frau Dr. Merkel tut immer das, was die Vorgesetzten in Washington von ihr verlangen. Manchaml tarnt man es besser und kann es als "nationales Interesse" verkaufen und manchmal eben weniger. Das Prinzip ist aber immer dasselbe. Außerdem muss Deutschland sich ja auch noch dafür revanchieren, dass die USA auf so grandiose Weise die Japaner abgeschossen haben.

  • GM will auch nix lernen außer Abgreife.

    Das Image hat sich der Laden hierzulande schwer erarbeitet.

    Und Mutti schreibt Post.

  • JCT wird schwerbeschäftigt sein... man wird nur noch die kopierer hören, tsch tsch tsch.
    Stichwort: Ruhrkampf.

  • wahre worte, die ich voll und ganz unterstreiche. auf dem rücken von uns steuerzahlern werden die fehler der inkompetenten und ignoranten politiker ausgefochten und am ende ist das ergebnis immer das gleiche - noch mehr schulden und wir haben noch weniger in der tasche. wer in diesem lande arbeitet und zur mittelschicht gehört, die das ganze wackelige gerüst überhaupt noch am laufen hält, ist der dumme. in den arsch gekniffen, wie jedes mal. sperrt sie alle ein, diese nichtskönner. jeder privathaushalt wird sofort i. d. a.... gef...., wenn er so haushält. eine schande und nicht vermittelbar. wieso regen wir uns über die jugend auf, die angeblich so schlimm wäre und keinen bock auf nichts hat - kein wunder, bei dieser regierung würde mir die lust auch vergehen. arbeiten und steuern zahlen wofür - das diese vollpfosten alles, was sie in die hand nehmen, in den sand setzen?

  • Jetzt geht das ganze schon wieder los! GM will nochmal ein paar Milliarden abgreifen, sei es durch direkte Subventionen, einer Abwrackprämie o.ä. Ich seh den dümmlichen Betriebsrat Franz wieder mit seinem Megafon und am Ende werden die Milliarden wieder fließen ... wann stoppt endlich jemand diese Merkel?!

  • professionell gemeint ist ja noch lange nicht professionell gemacht.

  • Post von Mutti, immer nett.

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