Geschäftsjahr 2014 Wacker Chemie rechnet mit weiterem Aufwind

Der Chemiekonzern Wacker hat seinen Gewinn im vergangenen Jahr deutlich gesteigert. Auch für 2015 rechnet das Unternehmen mit Aufwind – auch wenn es bei der Gewinnprognose leichte Abstriche machen muss.
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Wacker Chemie freut sich über ein gutes Geschäftsjahr 2014. Quelle: dpa
Wacker Chemie.

Wacker Chemie freut sich über ein gutes Geschäftsjahr 2014.

(Foto: dpa)

MünchenDer Spezialchemie-Konzern Wacker Chemie rechnet nach einem guten Jahr auch 2015 mit weiterem Aufwind. „Ich bin zuversichtlich, dass 2015 ein gutes Jahr für Wacker wird“, sagte Vorstandschef Rudolf Staudigl am Dienstag in München.

Allerdings werde der Gewinn unter dem Strich wohl etwas geringer ausfallen. 2014 hatten Sondererträge den Gewinn deutlich steigen lassen, solche Einnahmen wird es 2015 nicht in dieser Höhe geben. Umsatz und operativer Gewinn dürften im laufenden Jahr aber zulegen.

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Dieser Teppich riecht nicht. Jedenfalls nicht so, wie neuer Teppich normalerweise riecht, obwohl er direkt aus der Fabrik kommt. Dahinter steckt der Chemiekonzern Wacker, der mit seinen Produkten auch dafür sorgt, dass die Textilschicht am Teppichrücken kleben bleibt. Und der Kleber nicht riecht. Oder dafür, dass der Putz zuverlässig auf Ziegeln und Beton haftet, sich leichter verarbeiten lässt und, je nach Anforderung, auch wasserabweisend wirkt.

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Wacker sorgt auch dafür, dass Verpackungen von Lebensmitteln für Verbraucher nicht schädlich sind – und das Müsli nach Müsli und nicht nach Pappe oder Plastik schmeckt. Viele Deutsche kennen weder den Namen Wacker noch die Firma, denn Produkte finden sich nicht direkt im Regal. Dabei ist das Familienunternehmen, das vor über 100 Jahren gegründet wurde, ein Global Player. Erfahren Sie hier, wie alles angefangen hat.

huGO-BildID: 34531329 Wacker Chemie, hier: Alexander Wacker, hier im Alter von etwa 50 Jahren; Alexander Wacker, shown here at around the age of 50
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Den Grundstein für den Chemiekonzern Wacker legt Dr. Alexander Wacker im Jahr 1914 mit der Gründung der Wacker Chemie GmbH in Berghausen – hier befindet sich noch heute der größte Standort der deutschen Produktion.

huGO-BildID: 34531326 Wacker Chemie, hier: Luftansicht des Burghauser WACKER-Werkes von Südosten.; 1928: aerial view of WACKER Burghausen site from t
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In Burghausen startet im Jahr 1916 die weltweit erste und patentierte großtechnische, synthetische Herstellung von Acetaldehyd, Essigsäure und Aceton. Grundlage zur Herstellung ist ein spezielles Verfahren, das bereits 1914 zum Patent angemeldet wurde. (im Bild eine Luftansicht des Burghauser Werkes aus dem Jahr 1928).

huGO-BildID: 34531328 Wacker Chemie, hier: Seit den 60iger Jahren werden bei WACKER in derartigen Sprühtrocknern Dispersionspulver hergestellt; Since
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Zwei Jahre später, 1917, kommt einer der ersten großen Aufträge von der „Farbenfabriken vorm. Friedr. Bayer & Co.“, der späteren Bayer AG. Um die Stromversorgung des Werks sicherzustellen, wird nach Ende des Ersten Weltkriegs die Alzerk GmbH gegründet und die Produktpalette erweitert. Im Jahr 1921 steigt das Unternehmen Hoechst steigt bei Wacker ein.

huGO-BildID: 34531325 Wacker Chemie, hier: Der erste Acetonofen der Welt im Jahre 1917. Im Consortium war dieses f¸r die Wacker-Chemie so wichtige V
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Im Jahr 1926 wird Wacker Teil des Industriekonglomerates IG Farben. Die erste Blütezeit kommt ab 1927: Das Werk Burghausen profitiert vom Aufschwung der Weimarer Republik, unter anderem mit der Produktion von künstlicher Seide. Zwischen 1939 und 1945 wird Wacker mit der Produktion von synthetischem Kautschuk zum kriegswichtigen Betrieb. 1945 gerät die gesamte IG Farben unter die Kontrolle der Alliierten und Teile der Produktionsanlagen in Burghausen werden demontiert. Erst zwei Jahre später wird die Produktion in Burghausen wieder aufgenommen und Wacker beginnt mit der Erforschung von Silikonen.

(im Bild der erste Acetonofen der Welt aus dem Jahr 1917)

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Nach der Auflösung der IG Farben übernimmt ab 1952 die Familie wieder, Hoechst erhält 49 Prozent. Wacker konzentriert sich zunächst auf den heimischen Markt, bevor es ab den 1960er Jahren sein internationales Netzwerk immer weiter ausbaut.

Ende Januar hatte Wacker schon vorläufige Jahreszahlen vorgelegt. Der Gewinn war wegen einer robusten Nachfrage sowie Sonderzahlungen im Zusammenhang mit der Auflösung langfristiger Lieferverträge für Solarsilizium auf 195 Millionen Euro gesprungen, nachdem er im Jahr zuvor nur bei rund 3 Millionen Euro gelegen hatte.

Höhere Preise sorgten beim Umsatz für ein Plus um knapp 8 Prozent auf 4,8 Milliarden Euro. 2015 könnte der Umsatz erstmals die Marke von 5 Milliarden Euro überspringen.

Wacker Chemie ist einer der größten Hersteller von reinem Silizium, das ein wichtiger Grundstoff für Solaranlagen und Halbleiter ist. Das Geschäft floriert derzeit: Um die anhaltend hohe Nachfrage bedienen zu können, liefen die Produktionsanlagen im Schlussquartal weiter unter Volllast.

Weltweit beschäftigt Wacker gut 16 000 Mitarbeiter, 10 000 davon am größten Standort im oberbayerischen Burghausen.

  • dpa
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