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Gespräch mit dem Lanxess-Chef „Wir müssen der Krise Innovationen entgegensetzen“

Der Chemie-Konzern Lanxess leidet unter der Krise seiner wichtigsten Kunden, der Autohersteller. Tausend Stellen baut Vorstandschef Axel Heitmann ab. Im Gespräch mit Handelsblatt Online verteidigt er seine Strategie.
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Lanxess-Vorstandschef Axel Heitmann verteidigt seine Strategie. Die Autobranche bleibt der wichtigste Abnehmer. Quelle: dpa

Lanxess-Vorstandschef Axel Heitmann verteidigt seine Strategie. Die Autobranche bleibt der wichtigste Abnehmer.

(Foto: dpa)

Herr Heitmann, vor wenigen Tagen haben Sie Ihre neuen Quartalszahlen vorgelegt. Magere elf Millionen Überschuss sind gerade noch geblieben. Was ist los bei Lanxess?

Wir erfüllen damit die Erwartungen des Marktes. Schon im September hatten wir eine entsprechende Tendenz angedeutet.

Den Ergebnisrückgang von 80 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr können Sie trotzdem nicht so einfach wegwischen. Geht es vielleicht etwas konkreter? Wo liegen Ihre Probleme?

Mit unseren Vor- und Zwischenprodukten sowie den Spezialchemikalien verdienen wir weiter gutes Geld. Ertragsmargen von 16 bis 18 Prozent sind für uns weiterhin der Standard, diese Geschäfte laufen also unverändert gut. Aber jetzt kommt der springende Punkt: Damit können wir nicht das ausgleichen, was sich gerade auf den Kautschukmärkten abspielt.

Da liegt also der Hase im Pfeffer, beim Kautschuk. Lanxess ist einer der weltweit größten Lieferanten für die Reifenindustrie. Könnte man also sagen, dass Ihr Konzern Opfer der gegenwärtigen Autokrise geworden ist?

Wir müssen die aktuelle Nachfrageschwäche bewältigen, das steht außer Frage. Lanxess wird dabei von zwei parallel verlaufenden Effekten getroffen. Zum einen gibt es die grundsätzliche Schwäche beim Neuwagenverkauf, das gilt vor allem für Europa. Zum zweiten geht bei Autos aus dem Bestand die Zahl der gefahrenen Kilometer zurück. Das beeinträchtigt das Ersatzreifengeschäft. Der Kunde spart also und lässt seinen Wagen häufiger stehen. Natürlich leiden wir darunter.

Warum bleiben Sie trotzdem gelassen?

Preisrückgänge beim Kautschuk von bis zu 20 Prozent sind alles andere als erfreulich, da haben Sie natürlich Recht. Wir gehen aber davon aus, dass diese Entwicklung zeitlich begrenzt  ist. Die historisch niedrigen Zulassungszahlen werden auch bald Geschichte sein. Wir glauben, dass der Tiefpunkt jetzt erreicht ist. Im kommenden Jahr sollte alles wieder besser sein.

Kein Wechsel der Strategie
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8 Kommentare zu "Gespräch mit dem Lanxess-Chef: „Wir müssen der Krise Innovationen entgegensetzen“"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Mit der Einführung des Euro hatt man es in Deutschland nicht mehr nötig,auf Innovation zu setzen.Wettbewerbsfähig wird man jetzt über die immer kleiner werdende Löhne.
    Deshalb braucht man auch keine gute Bildung mehr.Die stört nur und vermittelt die Ilusion,was wert zu sein.

  • Bangla Desh, würde ich vorschlagen. Da herrschen noch Anstand und Sitte.

  • man müsste schlichtweg nur das zinsgeld abschaffen. Das ist für die weltwirtschaft und das menschluiche zusammensein nämlich unnütz. Leider sehen das die machthaber anders und leider ist das volk zu ängstlich dagegen anzugehen.
    goldschmied fabian, Prof. bernd senf und andreas popp lassen grüssen :-))

  • Nunja, er wird die Arbeitsplätze wohl nach Asien verlagern. Dort wo noch Anstand und Sitte herrscht und sich die Politik nicht immer einmischt, wenn Profis am Arbeiten sind.

  • [email protected] Freidenker

    ja, das ist schon echt traurig, ne

    Wenn man sein Leben so schlimm gegen die Wand gefahren hat, wie es bei Ihnen der Fall ist, das muss schon echt weh tun.

    Man kann eben immer nur das außen sehen, was man innen ist. (Wusste schon Goethe. aber lassen Sie Ihren Kopf nur nicht so schlimm hängen. Egal, was sie so in der Welt meinen zu bemerken, es ist nur ihr SPIEGEL.

    Die Welt ist nun mal vollkommen und gerecht. Und schlimme Probleme gibt es nur für die, die eben Probleme haben wollen. Notfalls erschafft man sich eben Probleme, wo es de facto keine gibt. Und dann spielt man sich als der große Problemlöser auf. Wie eben auch bei der katholischen Kirche. Erst erklärt man schöne und notwendige Sachen zu Sünde, dann lässt man sich dafür bezahlen, dass man sie nach der Beichte vergeben kann.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Da es in dem Finanzkapitalismus nur noch ums Geld geht und nicht mehr um den Menschen, sollten noch viel mehr Menschen sich dem Konsum verweigern.

    Ja rumheulen tun sie alle diese Konzerne. Dabei haben Sie ihre Steuern massiv von der Politik kürzen lassen bzw ihren horrenden Gewinn mittels Tochterunternehmen bestens verschleiert! Noch besser gleich den sitz ins Ausland verlegt.

    Dann rennen die Heulsusen zur Politik, die ja den Kapitalismus erst möglich macht und lassen sich das vom schon zutiefst ausgebeuteten Arbeitnehmer finanzieren.

    Diese Menschen kotzen einen nur noch an.

    Wäret ihre Manager nicht alle so blöd und würdet eure Mitarbeiter so ausbeuten, euch selber die Taschen füllen, ginge es dem Konzern auch besser. Wobei diese ja immer noch Millionen Dank der Blödheit der Masse verdienen.

  • Köpfe müssen rollen, geht wohl nicht anders?
    Ist auch die leichteste aller Übungen, gell.
    Der Knabe lallt und kanns wohl nicht besser; die alte
    Methode, nach dem mcKinsey-Prinzip wa.