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Gespräch mit Europachef Bonse-Geuking BP ist Feuer und Flamme für den deutschen Gasmarkt

Der Energieriese BP sieht sich für die Expansion auf dem deutschen Gasmarkt gut gerüstet. Sollte die Netznutzung im Sommer wie vorgesehen geregelt werden, will der Neuling am Gasmarkt in den nächsten Jahren einen Anteil von 15 % erreichen. „Wenn wir einen fairen Zugang bekommen, ist das durchaus möglich“, sagte BP-Europachef Wilhelm Bonse-Geuking dem Handelsblatt.
  • Andreas Hoffbauer (Handelsblatt)

LONDON. Der britische Konzern habe dieses Ziel in Spanien bereits erreicht. Dort wurde der Gasmarkt erst Anfang 2003 geöffnet. Bis Mitte 2007 müssen alle EU-Länder ihre Gasmärkte geöffnet haben. Deutschland gehört zu den Vorreitern, bislang verhindern aber komplizierte Regelungen zur Netznutzung den Einstieg neuer Gasanbieter im größeren Stil. BP hatte aus strategischen Gründen vor zwei Jahren den Anteil (25,5 %) an der Ruhrgas AG verkauft und angekündigt, eigenständig als Anbieter am deutschen Gasmarkt aktiv zu werden.

BP werde in Deutschland aber nicht – wie etwa Konkurrent Wingas – in eigene Gas-Netze investieren, sondern wolle die Infrastruktur der Konkurrenz gegen Entgelt nutzen, erläuterte Bonse-Geuking.

In den nächsten Monaten will die Bundesregierung die Weichen für die so genannte Durchleitung regeln. Die Öffnung der Netze sei in Deutschland schon „ein sehr zäher Vorgang“, sagte Bonse-Geuking. Dennoch ist er zuversichtlich, dass klare Regelungen gefunden werden. „Es muss klar sein, unter welchen Bedingungen man in Zukunft Gas verkaufen kann.“ Vorbild sei Spanien, wo der Gasmarkt lange in der Hand heimischer Versorger war und der als schwierig für Einsteiger aus dem Ausland galt. Ähnlich attraktiv sind auch der deutsche und der britische Erdgasmarkt. Nach einer Prog nos-Studie wird bis 2020 der Anteil von Gas am deutschen Energieverbrauch von 21 auf 28 % steigen. Auf dem britischen Markt wird der Verbrauch in den nächsten Jahren um rund ein Drittel zulegen.

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