Gesundheitsbranche Fresenius setzt Einkaufstour fort

Fresenius' neue Finanzchefin Rachel Empey ist weiterhin auf der Suche nach geeigneten Übernahmen für den hessischen Gesundheitskonzern. In den Schulden, die damit einhergehen, sieht sie kein Problem.
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Die Zentrale des Medizinkonzerns Fresenius im hessischen Bad Homburg. Quelle: dpa
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Die Zentrale des Medizinkonzerns Fresenius im hessischen Bad Homburg.

(Foto: dpa)

Frankfurt Die neue Fresenius-Finanzchefin will die Einkaufstour des Gesundheitskonzerns fortsetzen und nimmt dafür vorübergehend auch höhere Schulden in Kauf. Fresenius sei über Zukäufe globaler und diversifizierter im Geschäftsmodell geworden. Das habe die Risiken insgesamt reduziert, sagte Rachel Empey der „Börsen-Zeitung“.

Auf die Frage, ob sie diese aktive Akquisitionsstrategie, die mit einem hohen Fremdkapitaleinsatz einhergehe, bedenkenlos mittragen könne, antwortete die Engländerin: „Auf jeden Fall.“ Dass die Schulden durch Übernahmen vorübergehend stiegen, sei in Ordnung, ergänzte die Managerin, die im August von Telefonica Deutschland zu Fresenius gekommen war. „Fresenius generiert einen sehr hohen und vor allem stabilen Free Cash-flow und kann die Verschuldung nach Akquisitionen entsprechend schnell wieder zurückführen.“ Sie halte es nicht für sinnvoll, eine fixe Verschuldungsobergrenze festzulegen.

Zuletzt hatte Fresenius den US-Generikakonzern Akorn übernommen. Das 4,4 Milliarden Euro teure Geschäft solle im ersten Quartal abgeschlossen werden, bekräftigte Empey. Mit der Akorn-Übernahme stärkt Fresenius sein Geschäft mit Nachahmermedikamenten in den USA. Es ist die zweitgrößte Übernahme in der Geschichte des hessischen Unternehmens nach dem Kauf des spanischen Klinikbetreibers Quironsalud für 5,8 Milliarden Euro.

  • rtr
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