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Gewerkschaft kritisiert VW Volkswagen agiert in den USA „zum eigenen Schaden“

Volkswagen hat in den USA derzeit Probleme mit der Gewerkschaft UAW. Für den Autobauer kommt der Streit zur Unzeit, da der Konzern versucht, sein Image wieder aufzupolieren. Nun setzen die Arbeitnehmervertreter nach.

Harte Bandagen: Wie die US-Justiz VW unter Druck setzt

Frankfurt Die US-Gewerkschaft United Auto Workers (UAW) geht hart mit Volkswagen ins Gericht. VW agiere sowohl in der Manipulationsaffäre als auch im Umgang mit Gewerkschaften in den USA zum „eigenen Schaden“, sagte UAW-Sekretär Gary Casteel der Nachrichtenagentur AFP. Casteel hielt sich in dieser Woche in Deutschland auf, um mit der IG Metall über die Situation im Volkswagen-Werk in Chattanooga im US-Bundesstaat Tennessee zu sprechen.

Die Auswirkung des Diesel-Skandals auf den Ruf des Autobauers in den USA sei „wirklich groß“, ergänzte Casteel. Bis vor der Veröffentlichung der Manipulationsaffäre habe die Marke VW einen sehr guten Ruf in den USA genossen – nun sei „viel Mühe notwendig, um die Reputation wieder herzustellen“.

Die Situation für die Angestellten in Chattanooga bezeichnete der Gewerkschafter als „chaotisch“. Viele Arbeiter seien verunsichert. Ohne gewerkschaftliche Vertretung hätten sie derzeit kaum Möglichkeiten, an offizielle Informationen zu kommen – und das obwohl die Manipulationsaffäre für große Verunsicherung sorge.

Volkswagen hat in den USA derzeit Probleme mit der Gewerkschaft. Die UAW wirft dem Autobauer vor, in Chattanooga den Mitarbeitern eine gewerkschaftliche Vertretung zu verweigern. Der Streit mit der Gewerkschaft kommt für VW zur Unzeit, da der Konzern nach der Abgasaffäre versucht, seinen Ruf wiederherzustellen.

Im vergangenen Dezember hatte ein Teil der Arbeiter in Chattanooga dafür gestimmt, sich durch eine Gewerkschaft – die UAW – vertreten zu lassen. Die Wahl war ein Novum, da die VW-Mitarbeiter die ersten Mitarbeiter eines ausländischen Auto-Konzerns in den US-Südstaaten überhaupt waren, die für eine gewerkschaftliche Vertretung stimmten. Allerdings sind von der Wahl nur Facharbeiter betroffen.

In dem Werk beschäftigt Volkswagen rund 2500 Mitarbeiter. Künftig soll dort ein neuer sportlicher Geländewagen (SUV) mit dem Namen Cross Blue für den US-Markt gebaut werden.

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  • afp
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