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Gewinnanstieg Deutsche Konzerne vor Abschluss eines Rekordjahrs

Der konjunkturelle Aufschwung in Deutschland erfasst alle Branchen und führt zu einem Rekordgewinn bei den größten Aktiengesellschaften des Landes. Auch der Umsatz zieht in der Spitzengruppe deutlich an.
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Fabrikneue Fahrzeuge von Mercedes-Benz warten auf die Verladung. Quelle: dpa
Autoterminal in Bremerhaven

Fabrikneue Fahrzeuge von Mercedes-Benz warten auf die Verladung.

(Foto: dpa)

Frankfurt Die 100 umsatzstärksten börsennotierten Konzerne Deutschlands steuern einer Studie zufolge auf ein Rekordjahr zu. Deren Gewinn stieg in den ersten neun Monaten 2017 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 21 Prozent auf knapp 109 Milliarden Euro, wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Analyse der Unternehmensberatung EY hervorgeht. Der Gesamtumsatz der 100 Firmen kletterte in den ersten drei Quartalen um knapp sieben Prozent auf 1,25 Billionen Euro.

Sowohl das Umsatz- als auch das Gewinnranking führten demnach Autohersteller an: Volkswagen, Daimler und BMW sind die umsatzstärksten börsennotierten Unternehmen Deutschlands – beim Gewinn sind Daimler und Volkswagen führend, vor der Telekom und BMW. „2017 war ein gutes Jahr für die deutsche Wirtschaft – von den 100 umsatzstärksten Unternehmen schafften 76 einen Gewinnanstieg, sogar 84 konnten ihren Umsatz erhöhen“, erklärte Mathieu Meyer, Mitglied der Geschäftsführung bei EY. „Bemerkenswert ist die branchenübergreifend positive Entwicklung – alle Sektoren können derzeit am Aufschwung partizipieren.“

Das sind die Renditekönige der Autowelt
Platz 10 - Hyundai - Ebit-Marge: 5,3 Prozent
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Die Rendite der Koreaner hat in den ersten neun Monaten kräftig gelitten. 2,99 Milliarden Euro Gewinn bedeuten neun Prozent weniger als im Vorjahr. Das reicht allerdings immer noch für die Top Ten – allerdings nur, weil die französischen Konzerne Renault und PSA nicht in der Statistik auftauchen. Die Franzosen machten im dritten Quartal keine Ebit-Angaben.

Quelle: EY, Stand: 1.-3. Quartal 2017

(Foto: dpa)
Platz 9 - Honda - Ebit-Marge: 5,4 Prozent
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Die Japaner haben ihren Gewinn in den ersten drei Quartalen um neun Prozent auf 4,78 Milliarden Euro gesteigert. Bei der Marge hat Honda damit deutliche Fortschritte gemacht.

(Foto: Reuters)
Platz 8 - FCA - Ebit-Marge: 5,7 Prozent
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Die Italiener haben mit Jeep eine unschlagbare Gewinnmaschine im Konzern. Ein Plus von 22 Prozent in den ersten neun Monaten spricht eine deutliche Sprache. Der Gewinn von Fiat-Chrysler stieg auf 4,65 Milliarden Euro.

(Foto: dpa)
Platz 7 - Nissan - Ebit-Marge: 5,7 Prozent
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Anders als die Schwester Renault verläuft das Jahr für Nissan dürftig. Der Absatz stagniert, der Gewinn ist sogar um fünf Prozent auf 4,19 Milliarden Euro eingebrochen. Im Branchenvergleich ist das aber immer noch in Ordnung.

(Foto: dpa)
Platz 6 - Volkswagen - Ebit-Marge: 6,2 Prozent
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Der Schein trügt. Die Marge des VW-Konzerns fällt im Vergleich mit der Konkurrenz zwar gut aus – doch das geht vor allem auf die Kappe der Premiummarken Audi und Porsche. Die Kernmarke VW erwirtschaftet bestenfalls unterdurchschnittliche Renditen. Dank überwundener Dieselkrise steigt der Gewinn in den ersten neun Monaten trotzdem um satte 23 Prozent auf 10,64 Milliarden Euro.

(Foto: dpa)
Platz 5 - Toyota - Ebit-Marge: 7,1 Prozent
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Für den erfolgsverwöhnten Branchenprimus lief das Jahr bislang durchwachsen – vor allem, weil die Japaner großen Wert auf ihre Profitabilität legen. Der Gewinn sank aber um acht Prozent auf 12,34 Milliarden Euro. Das ist allerdings in absoluten Zahlen immer noch der höchste Gewinn in der Industrie.

(Foto: dpa)
Platz 4 - General Motors - Ebit-Marge: 7,5 Prozent
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Mary Barra regiert beim US-Autobauer mit eiserner Hand – und richtet ihn gnadenlos auf Effizienz aus. Wegen Verlusten aus dem Opel-Verkauf sank der Gewinn in den ersten neun Monaten damit um sechs Prozent auf 7,27 Milliarden Euro.

(Foto: dpa)

Auch für das kommende Jahr zeigte sich Meyer optimistisch: „Die Konjunktur hat sich in diesem Jahr überraschend positiv entwickelt und in ganz Europa an Tiefe und Breite gewonnen.“ Davon profitiere vor allem die exportorientierte deutsche Industrie. „Endlich kommen wieder Wachstumsimpulse aus Märkten wie Frankreich, Spanien und Italien, was zudem die schwache Entwicklung der britischen Wirtschaft mehr als ausgleichen kann.“ Viele deutsche Unternehmen arbeiteten am Rande ihrer Kapazitäten – und mindestens bis zur Jahresmitte dürfte es auf diesem hohen Auslastungsniveau noch weitergehen.

Die Mehrzahl der deutschen Top-Unternehmen – 71 Prozent – stockte laut der Studie im Jahresverlauf die Belegschaft auf: Insgesamt beschäftigten sie zum 30. September 2017 weltweit knapp 4,9 Millionen Menschen – das waren 3,5 Prozent mehr als im Vorjahr. „Viel spricht dafür, dass sich diese gute Entwicklung im kommenden Jahr fortsetzen wird“, sagte Meyer.

  • rtr
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  • Fehlen noch die Dividenden aber die Eigentümer bekommen weiterhin nur kalte Wurst am Buffet.

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