Gewinne der Konzerne Im Dax herrscht eine Zweiklassengesellschaft

Das Handelsblatt rechnet es aus: Es gibt deutsche Konzerne, die erzielen historische Rekordgewinne. Andere sind von ihrem goldenen Zeitalter weit entfernt. Der Dax ist zu einer Zweiklassengesellschaft geworden.
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Den Automobilhersteller Volkswagen erwartet einen Nettogewinn von gut elf Milliarden Euro. Quelle: dapd

Den Automobilhersteller Volkswagen erwartet einen Nettogewinn von gut elf Milliarden Euro.

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DüsseldorfWenn der Softwarekonzern SAP am Mittwoch die Bilanz des Geschäftsjahres 2011 zieht, wird sich das Interesse der Aktionäre in Grenzen halten. Denn das Ergebnis fällt so herausragend aus, dass die Walldorfer es sich nicht nehmen ließen, die Öffentlichkeit schon am 13. Januar über die Eckdaten „des besten Ergebnisses der Firmengeschichte“ zu informieren: Der operative Gewinn stieg um fast 100 Prozent.

SAP ist in der Königsklasse der deutschen Wirtschaft, das sind die im Deutschen Aktienindex notierten Großkonzerne, keine Ausnahme. Insgesamt werden elf der 30 Unternehmen im vergangenen Jahr so viel verdient haben wie noch nie. Das belegen Berechnungen des Handelsblatts in Zusammenarbeit mit der Analyseabteilung der Commerzbank.

Mit Abstand an der Spitze steht Volkswagen. Die Wolfsburger erwarten einen Nettogewinn von gut elf Milliarden Euro, ein Plus von 71 Prozent im Vergleich zum bisherigen Rekordgewinn. Damit erwirtschaftet der Konzern unter Führung von Martin Winterkorn fast so viel Gewinn, wie der Konzern unter Führung von Carl Hahn in den 80er-Jahren Umsatz machte. Rang zwei belegt BMW mit einem Gewinn von fast 5,1 Milliarden Euro. Das ist 13-mal so viel wie 1992, am Ende der Ära des legendären Eberhard von Kuenheim. Auf Platz drei folgt der Gesundheitskonzern Fresenius, er steigerte den Rekordgewinn um 27 Prozent.

"Unter den Rekordgewinnern finden sich vorrangig die Globalisierungsgewinner", sagt Commerzbank-Bilanzspezialist Andreas Hürkamp. Tatsächlich profitieren neben VW, BMW und SAP auch Konzerne wie BASF und Fresenius von der Tatsache, dass sie mittlerweile mehr als 75 Prozent ihres Umsatzes im Ausland erwirtschaften.

Das macht sie von Konjunkturschwankungen in Deutschland weitgehend unabhängig und lässt sie am überproportionalen Wachstum der letzten zehn Jahre in China (530 Prozent), Indien (400) und Brasilien (440) teilhaben.

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  • Herzlichen Glückwunsch an Volkswagen und BMW. Was glaubt man denn, wer dafür sorgt? Natürlich die deutschen Verbraucher, die die höchsten Preise weltweit, für deren Produkte zahlen müssen!

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