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Gewinnsprung dank US-Geschäft Ford profitiert vom starken Heimatmarkt

Das florierende Geschäft mit Geländewagen und Pickup-Trucks lässt beim US-Autoriesen Ford die Kassen klingeln. Auch im kriselnden Europa-Geschäft gibt es Fortschritte – allerdings noch keine schwarzen Zahlen.
28.07.2015 Update: 28.07.2015 - 17:22 Uhr Kommentieren
Ford profitierte von starker Nachfrage im Heimatmarkt, wo die günstigen Benzinpreise den Absatz von Geländewagen und Pickup-Trucks anschoben. Quelle: ap
Ford-Wagen rollen vom Band

Ford profitierte von starker Nachfrage im Heimatmarkt, wo die günstigen Benzinpreise den Absatz von Geländewagen und Pickup-Trucks anschoben.

(Foto: ap)

Dearborn Absatzboom dank Billigsprit: Die starke Nachfrage nach schwergewichtigen Modellen mit hohem Verbrauch hat Ford zu einem überraschend kräftigen Gewinnanstieg verholfen. Im zweiten Quartal kletterte der Überschuss im Jahresvergleich um 44 Prozent auf 1,9 Milliarden Dollar (1,7 Milliarden Euro), wie der General-Motors-Rivale am Dienstag in Dearborn (US-Bundesstaat Michigan) mitteilte. In Europa schreibt der Konzern hingegen rote Zahlen, auch wenn der Verlust zuletzt deutlich eingegrenzt werden konnte.

„Wir haben eine herausragende erste Jahreshälfte geliefert und sind zuversichtlich, dass die zweite noch besser wird“, kommentierte Ford-Chef Mark Fields die Quartalszahlen. Der Umsatz lag kaum verändert bei 35,1 Milliarden Dollar. Die Verkäufe zogen weltweit um zwei Prozent an. Die Ergebnisse fielen damit besser aus als an der Wall Street erwartet. Die Ford-Aktie stieg zwischenzeitlich um mehr als zwei Prozent, lag zuletzt aber nur noch leicht im Plus.

Der Autobauer profitierte von einer starken Nachfrage im US-Heimatmarkt, wo die günstigen Benzinpreise den Absatz von Geländewagen und Pickup-Trucks anschoben. In den USA verbuchte Ford mit 2,6 Milliarden Dollar den höchsten Vorsteuer-Quartalsgewinn der Unternehmensgeschichte. Auch der Wettbewerber und US-Marktführer General Motors, der seine Quartalsbilanz in der Vorwoche veröffentlicht hatte, konnte seinen Gewinn dank dieses Trends zuletzt unerwartet deutlich steigern.

Doch nicht überall laufen die Geschäfte für Ford rund. In Europa musste der Konzern erneut Abstriche machen. Der Umsatz ging – belastet durch den starken Dollar, der Auslandseinnahmen nach Umrechnung in die US-Währung verringert – um 14 Prozent auf 7,0 Milliarden Dollar zurück. Der Verlust vor Steuern sank aber zum Vorquartal zugleich deutlich von 185 auf 14 Millionen Dollar.

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    Auch in China sieht es nicht mehr rosig aus. Ford senkte seine Absatzprognose für die gesamte Branche. Demnach dürften dieses Jahr nur 23 bis 24 Millionen Wagen in der Volksrepublik verkauft werden und der Markt damit bestenfalls stagnieren. Bisher ging der Konzern von bis zu 26,5 Millionen Fahrzeugen aus. Das trifft auch die deutschen Premium-Anbieter BMW und Audi, die lange Nutznießer der hohen Wachstumsraten in China waren.

    Drei Pick-ups an der Spitze
    FordF150
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    Das meistverkaufte Auto in den USA war 2014 erneut der Pick-up der Ford F-Serie. Trotz des bevorstehenden Modellwechsels entschieden sich 753.851 Kunden für den bulligen Allrader, wie aus einer Erhebung der Webseite „Good Car Bad Car“ hervorgeht. Im Vorjahr waren es noch 763.402 Neuzulassungen.

    (Foto: PR)
    silverado 2
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    Rang zwei geht an das Konkurrenzmodell Chevrolet Silverado mit 529.755 Neuzulassungen. 2013 waren es noch 480.414, damit verkürzt Chevy den Abstand zu Ford.

    (Foto: PR)
    ram 1500
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    Wie sich die Bilder gleichen: Die Chrysler-Tochter Ram (vormals Dodge) landet - natürlich - mit einem Pick-up auf Rang drei. 439.789 Modelle der Baureihe wurden 2014 in den USA verkauft.

    (Foto: PR)
    camry
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    Der bestverkaufte klassische Pkw in den USA war 2014 Toyotas Mittelklassemodell Camry; 428.606 Neuzulassungen reichten für Gesamtrang vier. Damit macht ein PKW 2014 Platz für ein Pick-up, denn im Vorjahr war der Camry noch mit 408.484 Neuzulassungen auf dem dritten Rang gelandet.

    (Foto: PR)
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    Generell sind die Asiaten stark: Mit dem Honda Accord, dem Toyota Corolla (hier im Bild) , dem Nissan Altima sowie den Honda-Modellen CR-V und Civic gehen auch die Plätze fünf bis neun an Importeure aus Fernost.

    (Foto: PR)
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    Generell sind die Asiaten stark: Mit dem Honda Accord, dem Toyota Corolla, dem Nissan Altima (hier im Bild) sowie den Honda-Modellen CR-V und Civic gehen auch die Plätze fünf bis neun an Importeure aus Fernost.

    (Foto: PR)
    Fusion-lead
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    Auf Rang zehn findet sich der Ford Fusion, die US-Version des Ford Mondeo.

    (Foto: PR)

    Das letzte positive Ergebnis in Europa war Ford im zweiten Quartal 2014 mit einem operativen Gewinn von 14 Millionen Dollar gelungen. Konzernchef Fields sieht aber Zeichen für eine Besserung und weckte Hoffnungen auf eine Trendwende im weiteren Jahresverlauf. Um das Ruder auf dem wichtigen Auslandsmarkt herumzureißen, hatte Ford im vergangenen Jahr Vize-Marketingchef Jim Farley die Leitung des Europa-Geschäfts übertragen. Er folgte dem glücklosen Stephen Odell.

    • dpa
    • rtr
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