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Gewinnwarnung BASF senkt überraschend Prognose fürs Gesamtjahr – Ebit voraussichtlich 30 Prozent unter Vorjahresniveau

Der Chemiekonzern korrigiert seinen Jahresausblick nach unten. Grund dafür seien Handelskonflikte und die Verlangsamung des Wirtschaftswachstums.
Update: 08.07.2019 - 21:15 Uhr Kommentieren
Der Chemiekonzern korrigiert seinen Jahresausblick nach unten. Quelle: AFP
BASF

Der Chemiekonzern korrigiert seinen Jahresausblick nach unten.

(Foto: AFP)

Berlin, Ludwigshafen Der Ludwigshafener Chemiekonzern BASF senkt nach einem schwachen zweiten Quartal seinen Ausblick für das Gesamtjahr. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) sowie vor Sondereinflüssen werde um bis zu 30 Prozent unter Vorjahresniveau liegen, teilte das Unternehmen am Montagabend mit.

Zuvor war der Konzern von einem leichten Anstieg von einem bis zehn Prozent ausgegangen. Grund sei die Verlangsamung des weltwirtschaftlichen Wachstums und der Industrieproduktion vor allem infolge der Handelskonflikte. Die deutlich schwächer als erwartet ausgefallene globale Industrieproduktion belaste die Mengen- und Margenentwicklung außerdem, hieß es zur Erklärung. BASF verwies insbesondere auf die besonders starken Wachstumseinbußen in der globalen Automobilindustrie, insbesondere in China.

BASF-Vorstandschef Martin Brudermüller hatte jedoch auf eine leichte Erholung der mit einem Umsatzanteil von knapp 20 Prozent größten Kundengruppe des Konzerns gesetzt. Das Unternehmen hatte an dieser Erwartung noch vor wenigen Wochen festgehalten, obwohl BASF im Bereich Coatings, der unter anderem Fahrzeug- und Autoreparaturlacke herstellt, den Abbau von 200 Stellen am Standort Münster ankündigte – und das mit dem schwierigen Marktumfeld in der Automobilindustrie begründete.

Der Konzern rechne darüber hinaus mit einem leichten Rückgang des Umsatzes gegenüber dem Vorjahr. In seinem bisherigen Ausblick hatte BASF ein leichtes Umsatzwachstum von bis zu fünf Prozent prognostiziert. Der Aktienkurs sackte in einer ersten Reaktion auf der Handelsplattform Tradegate um mehr als fünf Prozent ab.

Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) ist von einem Produktionsrückgang von beachtlichen vier Prozent ausgegangen. Der Umsatz für die gesamte Branche werde dem VCI zufolge um drei Prozent auf knapp 197 Milliarden Euro sinken. Demnach ist BASF im Vergleich viel härter betroffen. Grund für die schlechte Prognose sei das unsichere politische und wirtschaftliche Umfeld. Schon im ersten Quartal haben sich die Kunden mit Bestellungen zurückgehalten.

Nach vorläufigen Zahlen ging der Umsatz bei BASF im zweiten Quartal um vier Prozent auf 15,2 Milliarden Euro zurück. Das bereinigte operative Ergebnis betrug im Berichtszeitraum voraussichtlich eine Milliarde Euro und lag damit 47 Prozent unter dem Wert des Vorjahresquartals.

BASF hatte Ende Juni angekündigt, weltweit 6.000 der 122.000 Stellen streichen zu wollen. Die Hälfte davon entfällt auf Deutschland, vor allem die Verwaltung soll bis Ende 2021 verschlankt werden.

Mehr: Handelskonflikte und die eingetrübte Weltwirtschaft machen der Branche immer mehr zu schaffen. Der Branchenverband senkt erneut seine Prognose für 2019.

  • bef
  • rtr
  • dpa
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