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Gigafactory Stippvisite in Grünheide: Tesla-Chef Elon Musk kritisiert erneut deutsche Bürokratie

Der Tesla-Chef will sich einen Überblick über den Fortgang beim Bau und den Plänen zur Batteriezellfertigung verschaffen. Es gibt noch zahlreiche Probleme.
17.05.2021 Update: 17.05.2021 - 20:24 Uhr 1 Kommentar
Der Tesla-Chef bei einem Rundgang auf dem Fabrikgelände in Grünheide in der Nähe von Berlin. Quelle: Reuters
Elon Musk

Der Tesla-Chef bei einem Rundgang auf dem Fabrikgelände in Grünheide in der Nähe von Berlin.

(Foto: Reuters)

Düsseldorf San Francisco, London, Berlin – das war die Reiseroute von Tesla-Chef Elon Musk, bevor er am Sonntagabend mit seinem Privatjet auf dem Flughafen Berlin Brandenburg landete. Mit einem Model 3 fuhr er am Montagmittag zur Baustelle seiner Gigafactory im brandenburgischen Grünheide.

Grund des Besuchs: „Hauptsächlich technischer Natur“, sagte Jörg Steinbach, Wirtschaftsminister von Brandenburg. Daher seien keine Treffen mit ihm oder Ministerpräsident Dietmar Woidke (beide SPD) geplant gewesen.

Musk wollte sich bei seinem Besuch über den Stand der Bauarbeiten im Detail informieren. Es gibt noch zahlreiche Probleme, Genehmigungen wurden bislang nur vorläufig erlassen. Der Produktionsstart verzögert sich wahrscheinlich von Juli auf Anfang 2022.

Musk hält dagegen einen Produktionsstart bis zum Jahresende weiterhin für möglich. „Hoffentlich Ende des Jahres. Es ist schwierig, das präzise vorherzusagen, denn man kann die Autos erst bauen, wenn alle Teile da sind“, sagte der 49-Jährige den Fernsehsendern RTL und n-tv zu der Frage, wann das erste Auto vom Band rollen werde. „Momentan sieht es also so aus, dass wir die Produktion Ende des Jahres starten können.“

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    Der Hauptansprechpartner für Musk vor Ort dürfte André Thierig sein. Der langjährige Ford-Manager ist kaum ein Jahr bei Tesla. Bei dem Elektroautobauer hatte er zunächst die Lackiererei-Einheit geleitet, bevor er Anfang des Jahres zum Chef der Gigafactory in Grünheide ernannt wurde. Er soll den Bau leiten und die Behördenanträge für Tesla unterschreiben.

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    Musk hat die Baustelle in Brandenburg schon mehrfach besucht. Einer der wohl wichtigsten Gründe für die aktuelle Visite ist die geplante Batteriezellfabrik. Eigentlich wollte Tesla bis spätestens Juli den Genehmigungsantrag für die Fertigung von Lithium-Ionen-Zellen stellen. Der Produktionsbeginn war für 2022 angestrebt.

    Die Batteriezellfabrik ist ein Kernstück der neuen Fabrikanlage – und ein technologisches Leuchtturmprojekt. Anspruchsvolle Verfahren wie das 4680-Zelldesign oder trockene Elektroden sollen dort entwickelt und in Serienfertigung gebracht werden – um sie dann auf die anderen Gigafactorys von Tesla zu übertragen.

    Musk kritisiert Bürokratie in Deutschland

    Die Batteriezellfabrik soll bis zu 1000 neue Arbeitsplätze schaffen und auf dem Gelände direkt neben der Autofabrik in östlicher Richtung gebaut werden. Die benötigte Fläche ist noch unklar, sie soll aber durch zahlreiche Innovationen deutlich geringer ausfallen als bei bisherigen Gigafactorys.

    Das Problem: Mit einem Genehmigungsantrag für eine Batteriezellfabrik könnte Tesla für noch mehr Aufregung sorgen als ohnehin schon. So muss beispielsweise der Wasserbedarf der Fertigung geklärt und mit dem Umweltministerium Brandenburg abgesprochen werden.

    Musk kritisierte bei seinem Besuch erneut die Bürokratie in Deutschland: „Wenn es immer mehr Regeln gibt, kann man am Ende gar nichts mehr machen“, sagte er Reuters TV.

    Kurz zuvor hatte der Präsident des Bundesverwaltungsgerichts, Klaus Rennert, im Handelsblatt-Interview erklärt, er halte den Bau der Tesla-Gigafactory in Grünheide für einen Fall, der am Ende vor dem Bundesverwaltungsgericht landen könnte. „Das kann gut sein“, sagte Rennert. „Ich finde allerdings, dass Herr Musk nicht schlecht behandelt wird.“

    Elon Musk über Fabrikbau in Brandenburg: „Es könnte weniger Bürokratie geben“

    Zuletzt war der Tesla-Chef vor einem halben Jahr vor Ort. Anders als damals dürfte er dieses Mal aber kaum Bewerbungsgespräche führen. Zwar finden sich immer noch knapp 300 Stellenausschreibungen auf der Tesla-Website, davon sind die meisten aber keine höheren Führungspositionen.

    Vorgesehen ist, dass in Grünheide jährlich bis zu 500.000 Autos vom neuen SUV Model Y über die Bänder rollen. Dafür benötigt der US-Konzern aber eine endgültige Baugenehmigung – für die Autofabrik wie auch die Batterieherstellung. Bisher ist nicht absehbar, wann und ob diese erteilt wird.

    Aktuell agiert Tesla nur auf Basis von vorläufigen Baugenehmigungen. Laut einer Sprecherin der zuständigen Genehmigungsbehörde, des Landesamts für Umwelt (LfU), ist davon auszugehen, dass aufgrund der Änderungen eine erneute Bürgerbefragung erforderlich wird.

    Mehr: Tesla-Pläne für Batteriefabrik bei Berlin konkretisieren sich – Produktionsbeginn 2022

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    1 Kommentar zu "Gigafactory: Stippvisite in Grünheide: Tesla-Chef Elon Musk kritisiert erneut deutsche Bürokratie"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Hi Elon, when you are in rome do as the romans do.....

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