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Glaxo-Smithkline Impfstoff-Spezialist GSK leidet unter Corona-Folgen

Der britische Pharmariese arbeitet mit Hochdruck an einem Corona-Impfstoff. In der eigenen Bilanz richtet das Virus erheblichen Schaden an.
29.07.2020 - 15:14 Uhr Kommentieren
Die Vorstandschefin des britischen Pharmakonzerns Glaxo-Smithkline hofft auf eine Erholung der Impfraten im dritten Quartal. Quelle: imago images/UPI Photo
Emma Walmsley

Die Vorstandschefin des britischen Pharmakonzerns Glaxo-Smithkline hofft auf eine Erholung der Impfraten im dritten Quartal.

(Foto: imago images/UPI Photo)

London Langfristig könnte sich die Coronakrise für den britischen Pharmariesen Glaxo-Smithkline (GSK) auszahlen: Der Konzern sucht mit mehreren Partnern, darunter dem deutschen Start-up Curevac, nach einem Corona-Impfstoff.

Doch vorerst trifft die Pandemie das Unternehmen empfindlich, wie die Zahlen zum zweiten Quartal am Mittwoch zeigten. Der Umsatz mit Impfstoffen brach um knapp ein Drittel ein, weil weniger Menschen wegen der Ausgangsbeschränkungen in aller Welt zum Arzt gingen. Auch der Umsatz mit sonstigen Medikamenten ging um fünf Prozent zurück. Als weiteren Grund führte die Firma an, dass die Lagerbestände, die im ersten Quartal aufgestockt wurden, nun wieder abgebaut würden.

Teilweise ausgeglichen wurde der Rückgang bei Impfstoffen und Medikamenten durch starkes Wachstum der Konsumgütersparte, die unter anderem Zahnpasta und rezeptfreie Schmerzmittel herstellt. Unter dem Strich sank der Umsatz der Gruppe um zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 7,6 Milliarden Pfund.

Der operative Gewinn stieg auf 2,8 Milliarden Pfund, weil die Firma mehrere Konsumgütermarken verkauft hatte. Bereinigt um diese Sondereffekte sank der Gewinn allerdings um 19 Prozent. Die GSK-Aktie gab daraufhin leicht nach. Seit Jahresbeginn hat sie rund zehn Prozent verloren.

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    GSK hängt Konkurrenz hinterher

    Das Jahresergebnis hänge nun davon ab, wie schnell man eine Erholung der Impfraten sehe, besonders in den USA, sagte Vorstandschefin Emma Walmsley. Sie rechnet mit einer Normalisierung im dritten Quartal. Sollte sich dies verzögern, gäbe es „bedeutende Auswirkungen“ auf das Jahresergebnis. Sie gab sich jedoch zuversichtlich: Es sei „keine Frage des Ob, sondern des Wann“, dass die Impfraten wieder auf ihr altes Niveau zurückkehren würden.

    Die kommenden Monate stehen ganz im Zeichen des Kampfs gegen das Coronavirus. Mehrere große Pharmakonzerne konkurrieren darum, als Erste ein Gegenmittel auf den Markt zu bringen. GSK hinkt dabei dem heimischen Konkurrenten Astra-Zeneca hinterher. Der britisch-schwedische Konzern, der mit der Universität Oxford zusammenarbeitet, ist bereits in der dritten Versuchsphase.

    Auch die Allianz des US-Konzerns Pfizer mit der deutschen Firma Biontech ist bereits weiter fortgeschritten. Im Fall erfolgreicher Tests wollen diese bereits im Oktober eine Zulassung beantragen.

    GSK und der französische Partner Sanofi hingegen haben mit Massentests noch nicht begonnen. Sie rechnen mit einer Zulassung frühestens in der ersten Jahreshälfte 2021. Am Mittwoch gaben sie bekannt, dass die britische Regierung 60 Millionen Dosen ihres Impfstoffs kaufen will.

    Im Unterschied zu manchen Wettbewerbern will GSK vom Impfstoff zunächst nicht profitieren. Während der Pandemie würden alle Gewinne wieder in die Produktion investiert, sagte Walmsley. Sie bekräftigte das Ziel, im kommenden Jahr eine Milliarde Dosen des Adjuvans, eines Impfstoffverstärkers, zu liefern.

    Vor zehn Tagen war GSK zudem mit 130 Millionen Pfund bei der deutschen Firma Curevac eingestiegen, die mit einer neuen Methode einen Corona-Impfstoff entwickeln will. Hier sind die Briten jedoch nur Geldgeber.

    Mehr: Der Härtetest für die Corona-Impfstoffkandidaten kommt erst noch

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