Glaxo-Smithkline Schwaches Pfund beflügelt britischen Pharmariesen

Der schwächelnde Pfund sorgt bei Glaxo-Smithkline für ein florierendes Geschäft. Der milliardenschwere Gewinn legte kräftig zu, auch der Umsatz verzeichnet ein Plus. Doch die Konkurrenz schläft nicht.
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Der britische Pharmakonzern verzeichnet einen hohen Gewinnzuwachs. Quelle: Reuters
Glaxo-Smithkline

Der britische Pharmakonzern verzeichnet einen hohen Gewinnzuwachs.

(Foto: Reuters)

London/FrankfurtDas schwache britische Pfund hat Glaxo-Smithkline trotz Wettbewerbsdrucks bei seinem wichtigsten Medikament zu kräftigen Zuwächsen verholfen. Der bereinigte Gewinn nach Steuern kletterte um mehr als 30 Prozent auf 1,4 Milliarden Pfund, wie der britische Pharmakonzern am Mittwoch mitteilte. Der Umsatz stieg um 19 Prozent auf 7,38 Milliarden. Bei konstanten Wechselkursen hätte das Plus nur fünf Prozent betragen.

Glaxo profitierte auch von einem starken Geschäft mit Impfstoffen. Dagegen stagnierte der Umsatz mit Glaxos Top-Produkt, dem Lungenmittel Advair, dem Konkurrenz von kostengünstigeren Nachahmermedikamenten droht. Zu konstanten Wechselkursen sanken die Erlöse mit Advair um zwölf Prozent.

Die größten Pharmakonzerne der Welt
Platz 20: Astellas
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Gemessen am reinen Pharmaumsatz ist Astellas die Nummer zwei der japanischen Pharmaindustrie. Der Schwerpunkt liegt auf Transplantationsmedizin, Onkologie und Antiinfektiva. Die Japaner kamen im vergangenen Jahr auf einen Umsatz von 11,1 Milliarden Dollar.

Platz 19: Boehringer
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Das Labor von Boehringer Ingelheim: Der zweitgrößte deutsche Pharmakonzern ist fest in Familienhand. Die Schwerpunkte liegen auf Mittel gegen Atemwegserkrankungen wie etwa das Lungenmittel Spiriva. Ein weiteres bekanntes Mittel ist Pradaxa, das zur Thrombose-Prävention eingesetzt wird. Geschätzter Umsatz 2015: 12,6 Milliarden Dollar.

Platz 18: Takeda
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Takeda ist der größte japanische Pharmahersteller und bietet Mittel in verschiedenen Therapiegebieten. Die Japaner haben sich 2014 durch die Fusion mit Nycomed deutlich vergrößert und kamen voriges Jahr auf einen Pharmaumsatz von 13,8 Milliarden Dollar.

Platz 17: Allergan
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Allergan hieß früher einmal Actavis und ist unter anderem Hersteller von Botox. 2015 machte das Unternehmen einen Umsatz von 15,1 Milliarden Dollar.

Platz 6: Bayer
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Der größte deutsche Pharmakonzern hat sich im Gegensatz zu dem Jahr 2015 um ganze zehn Platze verbessern können. Der Umsatz 2017: 43,1 Milliarden Dollar. Top-Produkte sind beispielsweise der Gerinnungshemmer Xarelto und das Augenmedikament Eylea.

Platz 15: Novo Nordisk
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Die Produktion von Langzeitinsulin der Firma Novo Nordisk: Der dänische Arzneihersteller ist einer der weltweit führenden Anbieter von Mitteln gegen Diabetes. Er kam im vergangenen Jahr auf einen Umsatz von 16,1 Milliarden Dollar.

Platz 14: Bristol-Myers Squibb
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Der New Yorker Konzern hat seinen Schwerpunkt bei Mitteln gegen HIV und in der Immunologie, aber auch in der Onkologie. Der Pharmaumsatz lag 2015 bei 16,6 Milliarden Dollar.

Dabei gibt es nach Worten von Glaxo-Chefin Emma Walmsley, die Anfang März den Posten von Andrew Witty übernommen hatte, aber noch Unsicherheiten. Ende März war es in den USA zu einer Verschiebung der Zulassung einer Advair-Kopie des US-Pharmakonzerns Mylan gekommen. Weitere Konkurrenz steht aber schon in den Startlöchern: Im Mai könnte der Arzneimittelhersteller Hikma grünes Licht für sein Advair-Generikum bekommen.

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