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GlaxoSmithKline-Chef unter Druck Pharmariese will Anleger mit stabiler Dividende locken

Mit der Aussicht auf eine stabile Dividende in den nächsten Jahren versucht GSK-Chef Andrew Witty Anleger zu locken. Außerdem richtet der britische Pharmakonzern nach schweren Rückschlägen neu aus.
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GSK-Chef Andrew Witty muss die Anleger von seinen Plänen für den angeschlagenen Pharmariesen überzeugen. Quelle: ap
GlaxoSmithKline in der Krise

GSK-Chef Andrew Witty muss die Anleger von seinen Plänen für den angeschlagenen Pharmariesen überzeugen.

(Foto: ap)

FrankfurtDer britische Pharmariese GlaxoSmithKline (GSK) versucht mit der Konzentration auf das Geschäft mit Impfstoffen und nicht-verschreibungspflichtigen Arzneien die Gunst der Investoren wiederzugewinnen. Nach heftigen Umsatzeinbußen bei Medikamenten gegen Lungenkrankheiten und einem größeren Korruptionsskandal in China steht Konzernchef Andrew Witty unter Druck, Anleger davon zu überzeugen, dass der milliardenschwere Anteilstausch mit Novartis das Unternehmen wieder auf die Beine bringt. Den Aktionären versprach er über die nächsten drei Jahre eine stabile Dividende von 80 Pence je Aktie. Für seine größten Geschäftsfelder legte GSK am Mittwoch Wachstumsziele bis 2020 vor.

GSK geht in den nächsten fünf Jahren - bei konstanten Wechselkursen - von einem Anstieg des Konzernumsatzes im niedrigen bis mittleren einstelligem Prozentbereich pro Jahr aus. Für das Impfstoffgeschäft wird mit einem Plus im mittleren bis hohen einstelligen Prozent-Bereich gerechnet, für die Pharmasparte im niedrigen einstelligen Bereich und für das Geschäft mit nicht-verschreibungspflichtigen Arzneien im mittleren einstelligen Bereich.

Die größten Deals in der Pharma-Branche
Platz 9 – Roche für Genentech – 47 Milliarden Dollar (2008)
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Das Schweizer Pharmaunternehmen Hoffmann-La Roche sicherte sich 2008 für 46,7 Milliarden Dollar die amerikanische Biotech-Firma Genentech. Die Übernahme gilt als Glückgriff, da Roche als weltweit führender Produzent von Krebsmedikamenten von der Genforschung Genentechs profitiert. Roches bekanntes Vogelgrippe-Medikament Tamiflu (hier im Bild) hingegen stand mehrfach in der Kritik. Der Schweizer Konzern soll Studien zur Wirksamkeit des Medikaments manipuliert haben.

(Foto: Reuters)
Platz 8 – Pfizer für Pharmacia – 61 Milliarden Dollar (2002)
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Pfizer zum Ersten: 60,7 Milliarden Dollar in Aktien ließ sich der US-Pharmakonzern im Jahr 2002 die Übernahme des schwedischen Unternehmens Pharmacia kosten. Da nach der Fusion das Haarwuchsmittel Rogaine und die Potenzpille Viagra von einem Unternehmen hergestellt wurden, scherzte der damalige Pfizer-Chef Hank McKinnell (l.): „Rogaine und Viagra zusammen, was kann sich ein Mann mehr wünschen“.

(Foto: ap)
Platz 7 – Pfizer für Wyeth – 65 Milliarden Euro (2009)
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Pfizer zum Zweiten: Rund 64,5 Milliarden Dollar bezahlten die New Yorker für Wyeth, das zum Zeitpunkt des Kaufs ebenfalls zu den zehn größten Pharmaunternehmen der Welt zählte. Mit der Übernahme baute Pfizer sein Portfolio aus, vor allem in Richtung Impfstoffe und Biotechnologie.

(Foto: AFP)
Platz 6 – Sanofi für Aventis – 65,6 Milliarden Dollar (2004)
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Nur auf dem Papier eine Fusion unter Gleichen: Für gut 65,6 Milliarden Dollar übernimmt der französische Pharmakonzern Sanofi-Synthélabo das deutsch-französische Unternehmen Aventis. Es entsteht Sanofi-Aventis, der größte Medizinhersteller Europas. Die Fusion gilt als kurios, da Sanofi-Synthélabo vor der Übernahme deutlich kleiner als Aventis war. Später legte der Konzern mit Sitz in Paris den Beinamen Aventis wieder ab. Sanofi ist heute Weltmarktführer für Impfstoffe.

(Foto: ap)
Platz 5 – Actavis für Allergan – 66 Milliarden Dollar (2014)
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Lange hatte sich der Botox-Hersteller Allergan gegen eine Übernahme durch den kanadischen Wettbewerber Valeant gewehrt. Dann schlug die Stunde von Actavis: Der amerikanische Branchenriese und Allergan einigten sich auf den Deal. Allergan wehrte dadurch die feindliche Übernahme durch Valeant ab. Für Actavis war der Zukauf ein Kraftakt, der Konzern war selbst kaum größer als sein Übernahmeziel.

(Foto: AFP)
Platz 4 – Abbott Laboratories spaltet sich auf – 67 Milliarden Dollar (2011)
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Das amerikanische Pharmaunternehmen Abbott Laboratories spaltete rund 66,6 Milliarden Dollar seines Kapitals in Aktien ab und lagert es zunächst in eine Tochtergesellschaft aus. Die Medizintechnik und Generikaproduktion wurde unter dem Namen „Abbott“ weitergeführt, die Sparten Spezialmedikamente und Biotechnologie hingegen unter dem neuen Namen „AbbVie“ ausgegliedert. Auch Abbotts Flaggschiff, das Arthritis-Medikament Humira, ging auf die neue Gesellschaft über. Im Januar 2013 wurde AbbVie schließlich komplett in die Unabhängigkeit entlassen und wird seitdem an der Wall Street unter dem Kürzel „ABBV“ gelistet.

(Foto: Reuters)
Platz 3 – American Home Products für Warner-Lambert I – 76 Milliarden Dollar (1999)
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Rund 75,5 Milliarden Dollar betrug das Volumen bei der freundlichen Übernahme des amerikanischen Hygienekonzerns Warner-Lambert durch American Home Products (AHP). Dem Hygienekonzern gehörten seinerzeit unter anderem die Marken Wilkinson Sword und Listerine. Doch AHP überhob sich: Als der Deal schon als perfekt galt, betrat US-Branchenriese Pfizer die Bühne. Er unterbreitete den Aktionären von Warner-Lambert seinerseits ein feindliches Übernahmeangebot – und erhielt den Zuschlag. Eine Strafzahlung von 1,8 Milliarden Dollar von Pfizer versüßte AHP die Niederlage aber zumindest etwas.

(Foto: ap)

Im ersten Quartal stagnierte der Umsatz bei 5,6 Milliarden Pfund (7,6 Milliarden Euro). Der von Investoren besonders beachtete Gewinn je Aktie im Kerngeschäft sank um 18 Prozent auf 17,3 Pence. Der anhaltende Preisdruck beim Atemwegspräparat Advair setzt dem Unternehmen weiter zu. Darüber hinaus hinterließ die Trennung vom Krebsmedikamente-Geschäft, das an Novartis ging, ihre Spuren. Kräftiges Wachstum verzeichnete indes das Aids-Medizingeschäft, weshalb der Vorstand den angedachten Börsengang desselbigen auf Eis legte.

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