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GlaxoSmithKline Korruptionsvorwürfe auch in Polen

Der Pharma-Konzern GlaxoSmithKline sieht sich neuen Korruptionsvorwürfen gegenüber: In Polen sollen Mitarbeiter mit Bestechung den Absatz in die Höhe getrieben haben. Ähnliche Vorwürfe kamen zuvor aus China und dem Irak.
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GlaxoSmithKline-Gebäude in London: Erst vor wenigen Tagen hatte das Unternehmen Korruptionsvorwürfe im Irak eingeräumt. Quelle: ap

GlaxoSmithKline-Gebäude in London: Erst vor wenigen Tagen hatte das Unternehmen Korruptionsvorwürfe im Irak eingeräumt.

(Foto: ap)

London/Warschau Großbritanniens führender Pharma-Konzern GlaxoSmithKline muss sich nach China und dem Irak nun auch in Polen Korruptionsvorwürfen stellen. Die Behörden ermitteln derzeit, ob das Unternehmen mit Bestechungsgeld den Medikamenten-Absatz in die Höhe getrieben hat. Insgesamt sei Anklage gegen 13 Personen erhoben worden, teilte die Anti-Korruptions-Behörde am Montag mit.

Glaxo erklärte, ein Mitarbeiter habe gegen die Unternehmensregeln verstoßen und sei deswegen gemaßregelt worden. In dem Fall geht es um ein Programm in der Region Lodz, das von 2010 bis 2012 lief und bei dem es um Atemwegserkrankungen ging. Glaxo-Aktien gaben 1,2 Prozent nach.

Erst vor wenigen Tagen hatte Glaxo Korruptionsvorwürfe im Irak eingeräumt. Demnach hat das Unternehmen dort beim Staat beschäftigte Mediziner und Pharmazeuten im Vertrieb angeheuert und dafür bezahlt, den Verkauf seiner Arzneien anzukurbeln. In China wird Glaxo vorgeworfen, mit Hilfe von Reisebüros und Beratungsfirmen in erheblichem Umfang Ärzte und Behördenvertreter geschmiert zu haben. Die Affäre brockte dem Unternehmen Umsatzeinbrüche in der Volksrepublik und einen Imageschaden ein.

Der Handelsblatt Expertencall
  • rtr
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