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Goleo-Hersteller Nici reißt anderes Unternehmen mit in die Insolvenz

Die Insolvenz der Nici AG hat für einen Geschäftspartner schlimme Folgen: Weil der Herstellers des WM-Maskottchens Goleo seine Schulden nicht begleichen kan, muss die KE-HA Pfaff GmbH nun ihrerseits Insolvenz anmelden. Das prekäre daran: Das Unternehmen gehört dem Bruder des inhaftierten Nici-Gründers Ottmar Pfaff.

HB MICHELAU/ALTENKUNSTADT. Der Polstermöbelhersteller KE-HA Pfaff GmbH aus dem oberfränkischen Michelau im Landkreis Lichtenfels hat Eigenantrag auf Insolvenz gestellt, sagte ein Sprecher des Coburger Amtsgerichts am Dienstag. Nach Angaben des vorläufigen Insolvenzverwalters der KE-HA, Thomas Linse, schuldet die Nici AG dem Unternehmen rund 2 Mill. Euro. Mit der Insolvenz des Plüschtier-Herstellers sei die Begleichung der Außenstände fraglich geworden. Kerngeschäft der oberfränkischen Firma sei die Herstellung von Polstermöbelzubehör sowie der Handel mit Polstermöbeln der Linie „Nici home“.

Von der Insolvenz sind 86 Mitarbeiter am Stammsitz in Michelau sowie weitere 60 Arbeiter einer tschechischen Tochtergesellschaft betroffen. Es spreche vieles für eine Fortführung des Unternehmens, sagte Insolvenzverwalter Linse. „Wir stehen aber erst am Anfang. Es sind noch viele Plausibilitätsprüfungen durchzuführen“, sagte Linse.

Die Nici AG hatte am 16. Mai Insolvenzantrag gestellt. Dabei hatte nach Angaben von Firmenmanagern auch der unter den Erwartungen gebliebene Absatz des WM-Maskottchens Goleo eine Rolle gespielt. Gegen den Gründer des Plüschtier-Herstellers, Ottmar Pfaff, ermittelt die Staatsanwaltschaft mittlerweile aber wegen schweren Betrugs. Der abberufene Firmenchef sitzt in Untersuchungshaft. Pfaff war im Zusammenhang mit dem Verkauf offener Forderungen an Dritte ins Zwielicht geraten.

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