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Großaktionär Cevian will bei Thyssenkrupp keine Ruhe geben

Cevian ist der zweitgrößte Aktionär bei Thyssen-Krupp. Diese Macht will der Investor weiter nutzen, um die Konzernstrategie zu beeinflussen.
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Thyssen-Krupp: Großaktionär Cevian will weiter keine Ruhe geben Quelle: dpa
ThyssenKrupp-Werk in Duisburg

Thyssenkrupp-Chef Guido Kerkhoff will den Konzern in zwei selbstständige börsennotierte Unternehmen aufspalten.

(Foto: dpa)

Essen Der schwedische Investor Cevian will auch nach der Grundsatz-Entscheidung zur Aufspaltung des Thyssen-Krupp-Konzerns weiter aktiv die Strategie mitbestimmen. „Wir sitzen nicht in den Aufsichtsgremien, um Ruhe zu geben, sondern im besten Sinne Aufsicht zu führen und Rat zu geben“, sagte Cevian-Co-Chef Lars Förberg dem Wirtschaftsmagazin „Capital“.

Der Investor, der derzeit mit einem Anteil von 18 Prozent größter Aktionär hinter der Krupp-Stiftung ist, werde dabei den Vorstand bei seiner Strategie unterstützen. „Aber sie muss jetzt auch richtig umgesetzt werden“, forderte Förberg.

Zentrale Ursache für das schlechte Abschneiden des Unternehmens unter dem früheren Vorstand sei die bisherige „schwerfällige und zentralisierte“ Konglomeratsstruktur des Unternehmens gewesen, sagte Förberg.

Zuvor hatte Cevian die Strategie des Essener Konzerns unter der Regie des im Sommer zurückgetretenen Vorstandsvorsitzenden Heinrich Hiesinger massiv kritisiert. Die Rückzüge von Hiesinger und anschließend auch von Aufsichtsratschef Ulrich Lehner hätten ihn jedoch „überrascht“, so der Cevian-Chef.

Hiesinger-Nachfolger Guido Kerkhoff hatte Ende September einen Plan zur Aufteilung des Konzerns vorgelegt. Mit dem Umbau soll Thyssen-Krupp in zwei selbstständige börsennotierte Unternehmen aufgespalten werden. Während unter dem Namen Thyssen-Krupp Industrials unter anderem die Aufzüge, der Anlagenbau und die Automobilzulieferung gebündelt werden, soll das Werkstoffgeschäft mit dem Marineschiffbau und dem Stahl in der Gesellschaft Thyssen-Krupp Materials zusammengefasst werden.

  • dpa
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