Günstige Neuwagen Premiumriesen treiben die Rabatte an

Nicht nur im Volumensegment versuchen Autohersteller, ihren Absatz mit Rabatten anzutreiben. Zuletzt waren es vor allem Audi, Lexus, Volvo und BMW, die ihre Einstiegsmodelle mit hohen Nachlässen in den Markt drückten.
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Der 1er ist zwar ein Bestseller von BMW, besteht im Markt derzeit aber vor allem mit hohen Rabatten. Quelle: dapd
Absatz wird aufpoliert

Der 1er ist zwar ein Bestseller von BMW, besteht im Markt derzeit aber vor allem mit hohen Rabatten.

(Foto: dapd)

DüsseldorfIn der rauen Autowelt ist das Premiumgeschäft seit Jahren die Insel der Glückseligen. Während sich die VW Kernmarke und andere Volumenmarken hart am Rande der Rentabilität bewegen, legen Audi und Porsche nicht nur bei den Verkäufen zu, sondern fahren immer wieder Traummargen ein. Gleiches gilt auch für BMW und Daimler.

Dass aber auch die Premiumriesen eine Achillesferse haben, zeigt die jüngste Rabattstudie des Center of Automotive Research (CAR) der Universität Duisburg-Essen. Demnach sind es vor allem Audi, BMW und Volvo, die ihre Einstiegsmodelle im Oktober mit starken Rabatten in den Markt gedrückt haben.

Bei BMW ist es vor allem der 1er der mit mächtigem Nachlass beworben wird. Internetvermittler bieten für das Einstiegsmodell einen Rabatt von bis zu 20 Prozent, bei Händlern wird mitunter sogar mit 27 Prozent geworben. „Die Rabattschlacht lässt auch die Premiumriesen nicht kalt“, sagt Professor Ferdinand Dudenhöffer, Leiter des CAR-Instituts.

Hohe Rabatte gegen den November-Blues
Ohne Rabatt muss kein Autokäufer mehr nach Hause gehen
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In der Betrachtung von Preisentwicklung, Rabattaktionen und Eigenzulassungen hat das CAR Institut der Universität Duisburg-Essen (Center Automotive Research) folgenden aktuellen Trend im Herbst 2016 festgestellt: Die Rabatte sind im deutschen Automarkt leicht angestiegen. Nicht zuletzt, weil neben den Volumenherstellern nun auch die Premiumanbieter wie BMW, Audi, Lexus und Volvo höhere Preisnachlässe gewähren.

Bei welchen Modellen welche Aktionen wie viel Preisnachlass versprechen, sehen Sie in unserer folgenden Übersicht ...

Audi, BMW, Lexus und Volvo greifen tiefer in die Rabattkiste:
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Bei den Münchnern ist es verstärkt die BMW 1er-Reihe, die bei Internetvermittlern zu 20 Prozent Preisnachlass angeboten wird und bei Händleranzeigen auf bis zu 27 Prozent Preisnachlass kommt.

Bei Volvo ist es das BMW 1er Pendant der Volvo V40, der im Leasing mit einem Kundenvorteil von knapp 8.300 Euro oder 29 Prozent Nachlass ausgelobt wird.

Bei Audi sind es die Eigenzulassungen, die mit knapp 32% zu Buche schlagen und mit einem Anteil von mehr als 45 Prozent besonders beim Audi A1 ausgeprägt sind ...

Auch bei Opel steigen die Eigenzulassungen auf hohem Niveau weiter
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Rabatte sind bei Volumenherstellern schon eher üblich. So hatte auch Opel erneut Eigenzulassungen von 47 Prozent im deutschen Automarkt. Nahezu jeder zweite Opel geht damit mit hohen Rabatten in den Markt. Auch dies dürfte ein Teil der Erklärung der wenig vorteilhaften Opel-Ergebnisse im 3. Quartal 2016 ausmachen.

Kurzzulassungen des Opels Corsa werden von Händler in Anzeigen mit bis zu 30 Prozent Rabatt beworben.

Überraschenderweise hatte auch Ford seine Eigenzulassungen im September auf 29 Prozent seiner gesamten Neuzulassungen ausgeweitet.
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Dies war bei Ford in der Vergangenheit eher unüblich, wobei die tageszugelassenen Fahrzeuge von den Händlern mit bis zu 35% Rabatt bei Ford Fiesta und 32% Nachlass beim Ford Kuga und Ford Ecosport angeboten werden.

Eine interessante Zweiteilung der deutschen VW-Konzernwelt:
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Während sich VW aktuell mit Rabatten deutlich zurückhält, agiert Seat mit 39 Prozent Eigenzulassungsanteil durch knallhartes Hard-Selling. Kurzzulassungen werden von Seat-Händler mit bis zu 32% Rabatt in den Markt geworfen und bei Internetvermittlern werden Seat Ibiza und Leon, aber auch Skoda Fabia, Oktava und Superb mit zum Teil deutlich mehr als 20 Prozent Nachlass angeboten.

Trotz guter Autokonjunktur ist der deutsche Automarkt gefüllt mit Rabatten. Kein Käufer muss die Befürchtung haben, er geht ohne Rabatt nach Hause.

Die 10 Top-Aktionen liegen sämtlich bei 28% Nachlass und mehr. Neben der Premiummarke von Toyota, Lexus, fällt Volvo V40 mit hohem Kundenvorteil auf, ebenso wie der Seat Mii. Beginnen wir die Rabatt-Top-Ten mit Platz 10: ...

Platz 10
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Marke/ Modell: Renault Clio

Aktion: „Relax Finanzierung“, 4 Jahre Garantie u. Wartung, keine Anzahlung, Laufzeit 48 Monate, 10.000 km/Jahr, Monatsrate: 109 Euro, Schlussrate 5.755 Euro.

Hersteller-Preisempfehlung: 11.990 Euro

Kundenvorteil: 3.316 Euro oder 27,7 Prozent

Platz 9
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Marke/ Modell: Fiat 500L

Aktion: 500L Sonderfinanzierung, 1,99%, 48 Monate, Anzahlung 3.076 Euro, Monatsrate 89 Euro, Schlussrate 8.639 Euro.

Hersteller-Preisempfehlung: 19.950 Euro

Kundenvorteil: 5.569 Euro oder 27,9 Prozent

Denn die Münchener sind mit ihrer Rabattpolitik nicht alleine. Auch der schwedische Premiumriese Volvo hat die Rabatte für sein Einstiegsmodell V40 angezogen, der aktuell mit einem Nachlass von bis zu 29 Prozent verleast wird. Und auch die VW-Premiumtochter Audi, die bislang als Gewinnmaschine gilt, rabattiert den A1 mit einem Trick. Der Anteil der Eigenzulassungen, die hinterher günstiger als junge Gebrauchte verkauft werden, liegt derzeit bei 45 Prozent.

Ohne Rabatt geht niemand nach Hause
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1 Kommentar zu "Günstige Neuwagen: Premiumriesen treiben die Rabatte an"

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  • Tja, wer wie ich seit 40 Jahren Golf fährt kann darüber nur müde lächeln.

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