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Handelsblatt Industrie-Gipfel Deutsche Unternehmer plädieren für Reorganisation der Konzernstrukturen

Deutsche Industriefirmen blicken optimistisch in die Zukunft. Sie setzen auf Digitalisierung – und ein neues Führungsverständnis.
12.12.2019 - 17:31 Uhr Kommentieren
Thyssen-Krupp-Vorstand Keysberg spricht mit Sven Afhüppe über die Wirtschaft, die sich in der Transformation befindet. Quelle: Willi Nothers für Handelsblatt
Handelsblatt-Chefredakteur Sven Afhüppe (l.) mit Thyssen-Krupp-Vorstand Klaus Keysberg

Thyssen-Krupp-Vorstand Keysberg spricht mit Sven Afhüppe über die Wirtschaft, die sich in der Transformation befindet.

(Foto: Willi Nothers für Handelsblatt)

Essen Die zunehmenden Handelskonflikte, die maue Auftragslage und der deutsche Rückstand bei Bildung und Digitalisierung hat der deutschen Industrie offenbar nicht den Optimismus genommen. Als die Moderatorin des Handelsblatt Industrie-Gipfels ins Publikum fragt, wer eine positive Zukunftsprognose für die deutsche Industrie abgeben würde, gehen fast alle Hände in die Höhe.

„Ehrlichkeit, Verlässlichkeit und Qualität“ nennen viele der anwesenden Manager als Erfolgsfaktoren, die Deutschland durch die Krise bringen werden. „Wir sind aber darauf angewiesen, dass sich die Rahmenbedingungen verbessern“, gab Thyssen-Krupp-Vorstand Klaus Keysberg zur Begrüßung zu bedenken.

Der Ruhrkonzern hatte zum Industrie-Gipfel ins firmeneigene Forum im Essener Thyssen-Krupp-Quartier geladen. Im orangen Scheinwerferlicht diskutierten Manager wie Gea-Chef Stefan Klebert, SAP-Managerin Deepa Gautam-Nigge und Telefónica-Deutschlandchef Markus Haas über den Zustand der deutschen Wirtschaft. Und darüber, welche Schritte von Unternehmen und der Politik nötig sind, um deren Wettbewerbsfähigkeit auch in Zukunft zu erhalten.

Dabei fällt das Bestandsurteil grundsätzlich positiv aus. „Wir sind immer noch sehr gut unterwegs, wenn man sich unseren Leistungsbilanzüberschuss anschaut“, erklärte Kevin Heidenreich, Leiter des Referats Grundsatzfragen der Außenwirtschaft und Entwicklungspolitik beim Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK). „Doch die Handelshemmnisse nehmen zu.“ Das sei insbesondere ein Problem für exportstarke Branchen wie den Automobil- und Maschinenbau, von denen die Wirtschaft der Bundesrepublik in weiten Teilen geprägt ist.

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    Dabei sind es weniger die direkten Zölle, die den deutschen Firmen derzeit das Leben schwermachen. „Tatsächlich hat beispielsweise China die Zölle gegenüber Deutschland zuletzt leicht gesenkt“, so Heidenreich. Doch führe der Handelskonflikt insbesondere zwischen China und den USA zu „einer Abkühlung der Weltwirtschaft“. Das schlägt auch auf die Bestellungen aus dem Ausland durch, von denen die deutsche Industrie stark abhängig ist.

    Neue Führungskultur

    Gleich mehrmals ist die deutsche Wirtschaft im ablaufenden Jahr so knapp an einer technischen Rezession vorbeigeschlittert. Dass es im kommenden Jahr wieder aufwärtsgeht, ist nicht zu erwarten. So rechnet etwa der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA) für 2020 mit einem Produktionsminus von zwei Prozent.

    Unter Druck geraten dabei vor allem Unternehmen, die die Autoindustrie beliefern. Angesichts der Transformation zu alternativen Antrieben halten sich viele Autohersteller derzeit mit ihren Bestellungen und Investitionen in neue Anlagen zurück. Das trifft auch die klassischen Autozulieferer schwer – wie etwa Thyssen-Krupp zeigt.

    Gleich in mehreren seiner Geschäftsbereiche wird der Ruhrkonzern derzeit von der Zurückhaltung der Autohersteller erfasst. Einerseits verdient die Stahlsparte einen großen Teil ihrer Umsätze mit Kunden aus der Autoindustrie, die derzeit auf breiter Front wegbrechen. Andererseits beliefert der Konzern die Autobauer mit Komponenten.

    Beide Bereiche lagen im Vergleich zum Vorjahr deutlich im Minus – was bei der jährlichen Bilanzvorlage vor wenigen Wochen zu einem Konzernverlust von 260 Millionen Euro geführt hat. Nun will sich der Konzern neu organisieren.

    Führung und Organisation modernisieren
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