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Handelsblatt-Interview Porsche plant Modelloffensive

Die Autowelt blickt nicht gerade optimistisch in die nahe Zukunft - einige Hersteller fürchten sogar das Schlimmste. Nicht so Porsche: Im Handelsblatt-Interview kündigt Vorstandschef Müller eine Modelloffensive an.
15.10.2012 - 06:52 Uhr Kommentieren
Porsche-Chef Matthias Müller: neue Modelle geplant. Quelle: dapd

Porsche-Chef Matthias Müller: neue Modelle geplant.

(Foto: dapd)

Ungeachtet der eingetrübten konjunkturellen Aussichten hält Porsche an der Expansion fest. „Investitionen in neue Modelle fassen wir nicht an. Attraktive Produkte sind der entscheidende Teil unserer Wachstumsstrategie“, sagte Porsches Vorstandschef Matthias Müller dem Handelsblatt.

Der Sportwagenbauer bringt in absehbarer Zeit eine Handvoll höherpreisiger und damit renditeträchtiger Ableger des 2011 aufgefrischten Klassikers 911 auf den Markt – darunter den Carrera 4 S mit Allradantrieb und 400 PS zum Basispreis von 112.000 Euro. Kommendes Jahr startet zudem eine neue Version des Geländewagens Cayenne, ein Turbo S mit 550 PS zum Preis von rund 152.000 Euro. „Diese Grundidee, auf einem Basismodell weitere Varianten aufzusetzen, darunter andere Antriebskonzepte, werden wir auch auf andere Modellreihen übertragen“, kündigte Müller an.

Um den Verkauf anzukurbeln, ergänzt Porsche die jüngste Baureihe, die sportliche Limousine Panamera, um weitere Varianten. Der gerade auf dem Pariser Autosalon als Studie gezeigte Sport Turismo, der erste Kombi von Porsche, macht den Anfang. „Der Panamera Sport Turismo kommt gut an. Die nächste Generation des Panamera wird voraussichtlich noch sportlicher und coupéhafter, dann ist daneben Platz für ein solches Modell“, sagte Müller.

Müller will den Absatz von Porsche bis 2018 auf 200 000 Autos pro Jahr steigern. Neben Ablegern vorhandener Baureihen sollen dazu ganz neue Modelle beitragen. „Natürlich bringen wir zudem in 2013 den 918 Spyder und den Macan“, bekräftigte Müller. Damit sind die Überlegungen zu neuen Supersportwagen oberhalb der Baureihe 911 aber nicht zu Ende. Die Schwaben erwägen das Angebot um einen Mittelmotor-Sportwagen im Preisbereich zwischen 300.000 und 400.000 Euro zu ergänzen, kündigte der Vorstandschef an.

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    Müller zeigte sich trotz der düsteren Aussichten für den europäischen Markt optimistisch für das laufende Jahr. „Wir werden 2012 Absatz und Produktion gegenüber dem Vorjahr deutlich steigern und neue Rekordwerte erzielen.“

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