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Handelsstreit Boeing steigt aus Satelliten-Deal für China aus

Boeing hat einen Satelliten-Vertrag mit dem Start-up Global IP storniert. Die Firma wird verdächtigt, unter chinesischem Einfluss zu stehen.
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„Als globales Unternehmen ergreift Boeing rigorose Maßnahmen, um die US-Exportvorschriften einzuhalten und die nationalen Interessen zu schützen.“ Quelle: Reuters
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„Als globales Unternehmen ergreift Boeing rigorose Maßnahmen, um die US-Exportvorschriften einzuhalten und die nationalen Interessen zu schützen.“

(Foto: Reuters)

Chicago Mitten im Handelsstreit zwischen China und den USA bläst Boeing ein umstrittenes Satelliten-Geschäft ab, das von chinesischen Geldgebern mit 200 Millionen US-Dollar (176 Millionen Euro) finanziert worden sein soll. Boeing teilte am Freitag mit, einen Vertrag mit dem Start-up Global IP storniert zu haben, da das Unternehmen aus Los Angeles Zahlungsprobleme habe.

Einem Bericht des „Wall Street Journal“ zufolge wird Global IP jedoch verdächtigt, unter chinesischem Einfluss zu stehen. Die Firma soll über ein Geflecht von Zweckgesellschaften Mittel von der staatlichen Investmentgesellschaft China Orient Asset Management erhalten haben. Global IP streite allerdings ab, von China kontrolliert zu werden.

Dem Bericht zufolge verbieten es die US-Gesetze Boeing, Satelliten direkt an China zu verkaufen. Der Konzern teilte dazu mit: „Als globales Unternehmen ergreift Boeing rigorose Maßnahmen, um die US-Exportvorschriften einzuhalten und die nationalen Interessen zu schützen.“ Boeing habe sich mit dem Wirtschaftsministerium wegen des Global-IP-Projekts beraten und man werde weiter eng zusammenarbeiten, um den nötigen Schutz von Satelliten-Technologie sicherzustellen.

Boeing wolle den Satelliten, der schon fast fertiggestellt sei, nun voraussichtlich anderweitig verkaufen, heißt es im Bericht des „Wall Street Journal“ unter Berufung auf einen Insider. Der Satellit sollte offiziell die Internetverbindungen nach Afrika verbessern. Staatliche Vertreter in den USA hätten allerdings Bedenken, dass China die Technik auch für militärische Zwecke einsetzen könnte.

  • dpa
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