Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Handelsstreit mit China Tesla will Ausnahmeregelung für Model 3

Die Bordcomputer des Model 3 importiert Tesla aus China – dafür werden 25 Prozent Sonderzoll fällig. Nun hat der Autohersteller um eine Ausnahmeregelung gebeten.
05.01.2019 - 02:31 Uhr Kommentieren
Ein auslieferungsbereiter Tesla Model 3 in Florida. Der kalifornische Autobauer will jetzt vom 25-prozentigen Sonderzoll auf den chinesischen Bordcomputer befreit werden. Quelle: AFP
Tesla Model 3

Ein auslieferungsbereiter Tesla Model 3 in Florida. Der kalifornische Autobauer will jetzt vom 25-prozentigen Sonderzoll auf den chinesischen Bordcomputer befreit werden.

(Foto: AFP)

Washington Der Elektroauto-Hersteller Tesla bittet die Regierung von US-Präsident Donald Trump im Handelsstreit mit China um Ausnahmen.

Konkret geht es um den in China gefertigten Bordcomputer für die neue Limousine Model 3, laut Tesla das „Gehirn des Fahrzeugs“. Auf dieses Teil gilt seit August ein Sonderzoll von 25 Prozent. Der US-Konzern betonte in seiner bislang nicht öffentlich bekannten Anfrage an die Trump-Regierung, dass der Sonderzoll in diesem Fall Tesla wirtschaftlich schaden könne. Er erhöhe die Kosten und gehe damit zulasten der Rentabilität. Auch der US-Branchenprimus GM ist vom Handelsstreit der beiden größten Wirtschaftsmächte betroffen und warnt vor einer Eskalation.

Tesla baut den aus China eingeführten Bordcomputer in seinem Werk im kalifornischen Fremont in die Autos ein. Es sei kein anderer Lieferant gefunden worden, der die spezifischen Anforderungen erfülle und ausreichend schnell und mit der geforderten Stückzahl liefern könne. Ein Umstieg hätte das Projekt um 18 Monate verzögert. Außerdem könne er zu einer schlechteren Qualität führen.

Tesla wollte sich am Freitag nicht zu den Anträgen äußern. Die anderen Autobauer haben bislang keine Antwort der Trump-Regierung auf ihre Forderungen nach Ausnahmen bekommen.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Der Elektroauto-Hersteller will seinen Hoffnungsträger Model 3 eigentlich ab Februar auch in Europa ausliefern.

    Tesla hatte bereits erhebliche Probleme beim Hochfahren der Fertigung und erreichte erst Ende Juni des vergangenen Jahres – ein halbes Jahr später als angekündigt – die angepeilte Produktionsmarke von 5.000 Fahrzeugen pro Woche.

    Erste direkte Verhandlungen stehen an

    Im Handelsstreit zwischen China und den USA kommt es kommende Woche zu den ersten direkten Verhandlungen seit der Ankündigung eines „Waffenstillstands“ Anfang Dezember. Eine US-Delegation werde am Montag zu zweitägigen Gesprächen erwartet, teilte das chinesische Handelsministerium in Peking mit.

    Bei den Gesprächen gehe es darum, wie der von US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping Anfang Dezember angekündigte Kompromiss für den Handelsstreit konkret aussehen soll. Die beiden hatten Anfang Dezember am Rande des G20-Gipfels in Buenos Aires einen „Waffenstillstand“ bis Anfang März vereinbart. Bis dahin soll eine angekündigte Erhöhung der Zölle auf Waren im Wert von 200 Milliarden Dollar von derzeit 10 auf 25 Prozent ausgesetzt bleiben.

    Die beiden größten Volkswirtschaften der Welt überziehen sich seit Monaten gegenseitig mit Sonderzöllen auf verschiedene Produkte. Trump hatte den Streit ausgelöst, weil er das große Handelsdefizit der USA mit China abbauen will.

    Die USA erheben inzwischen Sonderzölle auf Warenimporte aus China im Wert von 250 Milliarden Dollar. Peking revanchierte sich mit Vergeltungsmaßnahmen, allerdings nicht im gleichen Wert. Der Handelsstreit drückt nach Auffassung unabhängiger Experten auf die Weltkonjunktur. Die Warenströme, etwa für so wichtige Produkte wie Sojabohnen, werden weltweit beeinflusst.

    Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat errechnet, dass der Handelsstreit negative Auswirkungen für das Wirtschaftswachstum in beiden Ländern haben wird – besonders in China, wo der IWF seine Wachstumsprognose für 2019 um 0,2 Punkte reduziert hat. Auch in den USA wird mit einem leicht schwächeren Wachstum gerechnet.

    • rtr
    • dpa
    Startseite
    Mehr zu: Handelsstreit mit China - Tesla will Ausnahmeregelung für Model 3
    0 Kommentare zu "Handelsstreit mit China: Tesla will Ausnahmeregelung für Model 3"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%