Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Handelsstreit US-Autoindustrie warnt Trump-Regierung vor Importzöllen

Die US-Autoindustrie warnt davor, dass Trumps geplante Strafzölle auf Auto- und Fahrzeugkomponenten Arbeitsplätze im Land gefährden könnten.
Kommentieren
US-Autoindustrie warnt Donald Trump-Regierung vor Importzöllen Quelle: dpa
Daimler in den USA

Bedrohung der nationalen Sicherheit? Die US-Autoindustrie reagiert bestürzt auf Trumps geplante Strafzölle.

(Foto: dpa)

Washington Die US-Autoindustrie hat die Regierung von Präsident Donald Trump vor Zöllen auf Auto- und Fahrzeugkomponenten gewarnt. Die angedachten Maßnahmen könnten „Arbeitsplätze gefährden, die Verbraucher treffen und zu einem Rückgang bei US-Investitionen führen, der uns um Jahrzehnte zurückwerfen könnte“, hieß es am Montag in einer Erklärung der Motor and Equipment Manufacturers Association.

Auch der Chef des Branchenverbandes American Automotive Policy Council, Matt Blunt, kritisierte die Überlegungen. Höhere Abgaben und die zu erwarteten Vergeltungszölle würden den Beitrag von Unternehmen wie FCU, Ford und General Motors zu US-Wirtschaft und zum Arbeitsmarkt untergraben, erklärte er.

Das US-Handelsministerium hatte am Wochenende einen Prüfbericht über die Bedrohung der nationalen Sicherheit durch Auto-Importe an Trump übergeben. Dieser hat nun Tage Zeit, um zu entscheiden, ob er Zölle von bis zu 25 Prozent auf Auto-Einfuhren verhängt.

Der Inhalt des Berichts ist vertraulich, was von Branchenvertretern kritisiert wird. Es sei von zentraler Bedeutung, dass man die Empfehlungen des Ministeriums prüfen könne, erklärte die Motor and Equipment Manufacturers Association, die sich „alarmiert und bestürzt“ zeigte. Eine Stellungnahme der US-Regierung lag zunächst nicht vor.

Auch der deutsche Branchenverband VDA verurteilte die geplanten Strafzölle: Sie würden niemandem nutzen, sondern nur „den Welthandel und internationale Wertschöpfungsketten schwächen“, sagte der Präsident des Verbands der Deutschen Automobilindustrie (VDA), Bernhard Mattes, der „Passauer Neuen Presse“. Die US-Strafzölle wären „eine erhebliche Belastung, nicht nur für die europäische Automobilindustrie, sondern vor allem auch für die amerikanische“.

Der FDP-Außenpolitiker Alexander Graf Lambsdorff fordert eine deutliche Reaktion, sollten die USA Strafzölle erheben. „Deutsche Autos sind keine nationale Bedrohung für die USA – zumal ja viele sogar dort gebaut werden. Rechtswidrige Zölle dürfen und werden wir uns nicht gefallen lassen“, sagte er der „Heilbronner Stimme“.

Auch der Vorsitzende des Handelsausschusses im Europaparlament, Bernd Lange (SPD), nannte es im Redaktionsnetzwerk Deutschland „absolut undenkbar, dass europäische Autos eine Gefahr für die nationale Sicherheit der USA darstellen könnten“.

Aus Sicht von Daniel Caspary, dem Vorsitzenden der CDU/CSU-Gruppe im Europaparlament, stellen mögliche Strafzölle auch eine Gefahr für die US-Autoindustrie dar. Der Vorsitzende der europäischen Grünen-Partei, Reinhard Bütikofer, nannte es „eine wirtschaftliche Kriegserklärung an die EU und an Deutschland“, würde Trump tatsächlich Zölle verhängen.

  • rtr
Startseite

Mehr zu: Handelsstreit - US-Autoindustrie warnt Trump-Regierung vor Importzöllen

0 Kommentare zu "Handelsstreit: US-Autoindustrie warnt Trump-Regierung vor Importzöllen"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote