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Handelsstreit VW-Chef Diess warnt vor US-Autozöllen

Mit Autozöllen will US-Präsident Trump die heimische Industrie schützen. Für den VW-Konzern könnte das fatale Folgen haben, warnt Konzernchef Diess.
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VW-Chef Herbert Diess warnt vor US-Autozöllen Quelle: dpa
VW-Chef Herbert Diess

Der Konzernlenker fürchtet Milliardenkosten durch neue US-Zölle.

(Foto: dpa)

DüsseldorfUS-Autozölle könnten den VW-Konzern teuer zu stehen kommen, fürchtet VW-Konzernchef Herbert Diess. In einem Interview mit der „Financial Times“ (FT) warnt er vor Milliardenbelastungen für den deutschen Autoriesen.

Denn die seit Monaten andauernde Diskussion hatte zuletzt wieder Fahrt aufgenommen. US-Präsident Donald Trump drohte den deutschen Autobauern BMW, Daimler und VW offen mit einem Einfuhrzoll von 25 Prozent. Seine Regierung prüfe, inwieweit die nationale Sicherheit der USA durch Autoimporte aus Deutschland bedroht sein könnte.

Das US-Handelsministerium hatte am Wochenende einen entsprechenden Prüfbericht an Trump übergeben. Der Bericht ist bislang nicht öffentlich. Trump hat 90 Tage Zeit, um zu entscheiden, ob er Zölle verhängt.

Die Entscheidung des US-Präsidenten könnte für den größten deutschen Konzern weitreichende Folgen haben. Die Analysten von Evercore ISI sagen voraus, dass Zölle alleine VW rund 2,5 Milliarden Euro kosten könnten – etwa 13 Prozent des Gewinns. Aus Sicht des Volkswagen-Chefs keine unrealistische Vorhersage: „Im schlimmsten Fall könnte es so kommen“, sagte Diess der FT.

Das Münchener Ifo-Institut hatte zuletzt sogar gewarnt, dass Zölle die deutschen Auto-Exporte in die USA um 7,7 Prozent senken könnten. Alleine das Umsatzminus würde sich damit auf 18,4 Milliarden Dollar summieren.

Erst am Mittwoch hatte Trump bei einem Besuch des österreichischen Kanzlers Sebastian Kurz im Weißen Haus wiederholt betont, dass man über die Einführung von Autozöllen nachdenke. Auf Stahl und Aluminium hatte der US-Präsident bereits mit einer ähnlichen Argumentation Zölle verhängt.

Aus Sicht des VW-Chefs sei die Situation doppelt schwierig, da der Konzern nicht direkt an den Verhandlungen beteiligt sei. „Es ist sehr schade, weil die Autoindustrie den Konflikt nicht alleine beilegen kann“, sagte Diess. Die Verhandlungen würden zwischen den USA und Vertretern der Europäischen Union geführt.

Erst im Dezember waren Diess und Daimler-Chef Dieter Zetsche allerdings auch persönlich nach Washington gereist, um Trump umzustimmen. Aktuell sieht es nicht danach aus, dass sie dabei erfolgreich waren. Dabei hatte zuletzt auch die amerikanische Autoindustrie vor Zöllen gewarnt. Alleine die Zölle auf Stahl und Aluminium würden die amerikanische Autoindustrie dieses Jahr rund eine Milliarden Dollar kosten.

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