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Harley-Davidson US-Motorradikone wäre von den Vergeltungszöllen der EU betroffen

Donald Trump versprach, Harley-Davidson wieder „great“ zu machen. Jetzt passiert vielleicht genau das Gegenteil.
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Das Unternehmen prüft im Moment, wie man mit den erwarteten Kostensteigerungen durch die von der EU vorgeschlagenen Maßnahmen umgehe. Quelle: AP
Motorradhersteller Harley-Davidson

Das Unternehmen prüft im Moment, wie man mit den erwarteten Kostensteigerungen durch die von der EU vorgeschlagenen Maßnahmen umgehe.

(Foto: AP)

New YorkAmerikanischer geht es kaum. Ausgerechnet die US-Ikone der Motorrad-Branche warnt vor den Auswirkungen von Donald Trumps Strafzöllen. Der Grund: Harley-Davidson, Inbegriff der „Easy Rider“, wäre von den geplanten Vergeltungsmaßnahmen der Europäischen Union betroffen.

Die EU will im Gegenzug zu den am Freitag in Kraft getretenen Zöllen auf Stahl und Aluminium aus Europa ihrerseits Zölle auf bestimmte Produkte erheben. Und darunter sind auch große Motorräder, wie sie Harley-Davidson herstellt.

„Wir unterstützen den freien Handel und hoffen auf eine baldige Lösung in dieser Sache“, teilte das US-Unternehmen mit. Gegenmaßnahmen vonseiten der EU oder auch anderer Ländern „werden bedeutende Auswirkungen auf unseren Umsatz, unsere Händler, unsere Zulieferer und unsere Kunden in diesen Märkten haben“, hieß es in einer Mitteilung.

Die Aktie des im Bundesstaat Wisconsin ansässigen Unternehmens verlor nach dieser Warnung am Freitagnachmittag zwei Prozent an Wert.

Die Zölle kämen zu einer Zeit, in der Harley-Davidson ohnehin schon mit sinkenden Umsätzen zu kämpfen hat. Das Unternehmen hatte wegen der schwachen US-Nachfrage eigentlich geplant, die Verkäufe in Übersee von einem Anteil von 43 Prozent auf 50 Prozent zu steigern. Das wird aber mit höheren Verkaufspreisen kaum zu machen sein.

Europa selbst macht mit Afrika und dem Nahen Osten bisher knapp ein Viertel des Gesamtumsatzes von Harley-Davidson aus.

Auch ohne die Vergeltungszölle der EU rechnet das Unternehmen schon mit Mehrkosten von 15 Millionen bis 20 Millionen Dollar, die ihm durch die Stahl- und Aluminiumzölle entstehen.

Ironischerweise war Harley-Davidson eines der Unternehmen, denen Trump in seinem Wahlkampf geschworen hatte, sie wieder groß zu machen. Bei der Präsidentenwahl 2016 hatte Trump Wisconsin, den Heimatstaat des Unternehmens, hauchdünn mit 47,2 zu 46,5 Prozent gewonnen.

Von der Steuerreform des US-Präsidenten hat der Motorradhersteller wie viele andere Firmen zwar profitiert. Aber die Zölle schaden dem Unternehmen.

Harley-Davidson ist zwar nur eines von vielen möglichen betroffenen Unternehmen auf der achtseitigen Liste der Produkte, auf die die EU künftig Extra-Zölle erheben will. Aber es ist bislang das symbolträchtigste.

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