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Hauptversammlung Musk gesteht Fehler ein – Tesla bleibt eine One-Man-Show

Die Aktionäre geben dem Tesla-Gründer auf der Hauptversammlung Rückendeckung. Elon Musk zeigte sich überwältigt und sprach von „höllischen Monaten“.
3 Kommentare

Tesla-Chef Musk kündigt an – „Ab Ende Juni produzieren wir wöchentlich 5000 Autos“

New YorkDrei Mitglieder des Verwaltungsrates von Tesla sollten abgewählt werden, darunter Kimbal Musk, der als Bruder von Tesla-Chef Elon Musk nicht unabhängig genug sei oder Antonio Gracias – der Risikokapitalgeber hatte die Autofirma gegen Honorar beraten.

Der Antrag wurde von der renommierten Aktionärsberatung ISS unterstützt. Aber auf der am Dienstag abgehaltenen Hauptversammlung stimmten die Anteilseigner laut Tesla „mit großer Mehrheit“ dagegen.

Auch scheiterte der Vorschlag, Musk das Amt als Chairman abzunehmen, damit er sich ganz auf seinen Chefposten und die schwierige Ausweitung der Produktion des Model 3 konzentrieren kann. Mit Zittern in der Stimme sprach Musk nach der Abstimmung, er habe die „furchtbarsten höllischen Monate“ in seinem Leben hinter sich.

Gegenüber den Investoren räumte Musk Schwierigkeiten ein und gab zu: „Wir haben viele Fehler bei der Model-3-Produktion gemacht.“ Aber die Anstrengungen der letzten Monate würden auch Früchte tragen.

Derzeit stelle Tesla 3500 Fahrzeuge pro Woche her, höchstwahrscheinlich würden es 5000 zu Ende Juni werden. Das hatte sich Tesla eigentlich schon für Ende 2017 vorgenommen. „Ich glaube, wir schaffen das“, sagte Musk, der in diesem Jahr auch keinen Grund für Kapitalerhöhungen sieht.

Diese Nachrichten wollten die Investoren hören, die Aktie drehte nachbörslich leicht ins Plus. Angesichts der Produktionsprobleme war das Papier seit Jahresanfang um sieben Prozent gefallen, im Jahresvergleich sogar um 17 Prozent.

„Einer unser größten Fehler war es, Dinge zu automatisieren, die für Menschen super einfach und für Roboter super schwer zu machen sind“, erklärte Musk die massive zeitliche Verzögerung.

Musk, der von seinen Anhängern angehimmelt und von Kritikern als Hochstapler bezeichnet wird, hatte in den vergangenen Monaten mit etlichen negativen Schlagzeilen zu kämpfen. Neben dem stockenden Start der Serienfertigung des Hoffnungsträgers Model 3 sorgten Unfälle mit dem Fahrassistenzprogramm „Autopilot“ wiederholt für Aufsehen.

Der Tesla-Chef wirkte zuletzt zunehmend gereizt, bei einer Konferenzschaltung kanzelte er nach Vorlage der Quartalszahlen Analysten ab, deren Fragen er langweilig und „nicht cool“ fand. Bei Twitter wetterte er kürzlich gegen die „großen Medien“ und angeblich unfaire Berichte.
Mit Material von dpa

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3 Kommentare zu "Hauptversammlung: Musk gesteht Fehler ein – Tesla bleibt eine One-Man-Show"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • @ Dree:
    Welche großartige Leistung steckt schon dahinter ein Elektroauto zu bauen????
    Technisch wenig anspruchsvoll. Das Problem mit den Batterien: Es müssen massiv Lithium und Kobald abgebaut werden - die Minen versauen die Umwelt.
    Der benötigte Strom wird nur zum kleinen Teil sauber hergestellt.
    Das Tanken ist auch noch nicht zufrieden stellend gelöst.
    Extrem teuer sind die Autos - doch Tesla macht keine Gewinne.

    Investoren???? NEIN!!! - Das sind Spekulanten - wie immer in einem Hype, der durch niedrige Zinsen angefacht wird. Einfach mal Kostolany lesen!

    Als Investor bezeichne ich diese Firma Tesla als ZOMBIE - FIRMA
    Tesla kann nur überleben, weil die Zinsen niedrig sind und die Spekulanten nicht wissen, wohin mit ihrem Geld. Ändert sich das, wird es schwierig mit der Existenz von Tesla.
    Das ist meine Meinung - viel mehr gibt es da nicht zu sagen!

  • @ Peter: Die Vernunft sollten sie wir doch mal lieber den Investoren und Kapitalgebern bei Tesla überlassen - offensichtlich wissen die strategischen Investoren (mehr als 50%) sehr wohl zu schätzen was Musk für Tesla leistet - das war aber auch alles so abzusehen wenn man informiert ist.

  • Wie zu erwarten wählt die Gläubigen Gemeinde ihren Heilsbringer Musk.
    Mit Vernunft, wie so mancher Gegenantrag bestätigt, kommt man bei Tesla keinen Schritt voran.