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Hauptversammlung Tesla-Investoren lehnen neue Regeln ab

Bei der Hauptversammlung von Tesla stärken die Aktionäre dem CEO den Rücken. Der will bis Ende des Jahres über EU-Standorte für eine Batterie- sowie Autofabrik entscheiden.
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Hauptversammlung: Tesla-Aktionäre stärken Elon Musk den Rücken Quelle: AP
Elon Musk

„Ich möchte eins klarstellen: Es gibt kein Nachfrage-Problem“, sagte Elon Musk bei der Hauptversammlung der Aktionäre in Mountain View

(Foto: AP)

New YorkDie Aktionäre von Tesla stehen weiter hinter Elon Musk. Das haben sie auf der Hauptversammlung am Dienstagabend bewiesen. Die Mehrheit der anwesenden Investoren stimmten gegen neue Regeln, die eigentlich die oft kritisierte Corporate Governance von Tesla verbessern sollten.

Mit seinem Auftritt in Mountain View am Dienstag konnte Musk, nach einem schweren Jahr, den Aktionären auch wieder Mut machen. „Ich möchte eins klarstellen: Es gibt kein Nachfrage-Problem“, sagte er. Die Verkäufe hätten die Produktion bei Weitem übertroffen. „Und die Produktion war ziemlich gut“, fügte er an. Der Aktienkurs zog im nachbörslichen Handel mehr als fünf Prozent an.

Zuletzt waren Zweifel aufgekommen, ob es überhaupt noch genug Nachfrage nach Tesla-Autos gibt. In einer Studie schrieb Morgan-Stanley-Analyst Adam Jonas, dass die Nachfrage für die Produktion nicht ausreichen könnte. Die Tesla-Aktie sei mittlerweile keine Wachstums-, sondern eine Restrukturierungsstory. Jonas, der die Aktie vor einem Jahr noch bei 379 Dollar gesehen hat, gibt nun für das Worst-Case-Szenario ein Preisziel von nur zehn Dollar an.

Und schließlich sind auch immer mehr Konkurrenten auf den E-Auto-Trend aufgesprungen und Tesla könnte in den Augen seiner Kritiker als kleiner Nischenspieler enden. Zudem verbrennt Tesla bis heute massiv Geld. Seit Dezember halbierte sich der Aktienkurs zwischenzeitlich fast.

Im vergangenen August verunsicherte Musk selbst die Investoren, als er auf Twitter den Rückzug von der Börse ankündigte, nur um das Vorhaben wenig später wieder zurückzunehmen. Die SEC intervenierte wegen Kursmanipulation und der Tesla-Chef einigte sich auf eine Strafzahlung sowie stärkere Kontrollen in seinem Unternehmen. Unter anderem musste Musk seinen Posten als Präsident des Verwaltungsrats abgeben. Er darf nur noch als CEO tätig sein.

Wäre es bei der Hauptversammlung nach Aktionärsschützern gegangen, hätten die Mitglieder des Verwaltungsrats ihr Mandat auch von drei auf zwei Jahre reduzieren müssen. Außerdem sollte in Zukunft eine einfache Mehrheit bei wichtigen Entscheidungen ausreichen, damit der Gründer und seine Alliierten in dem Gremium nicht so viel Macht haben. Diese Maßnahmen hat der Verwaltungsrat selbst vorgeschlagen, um den Kritikern entgegenzukommen.

Aber offensichtlich wollten die meisten Aktionäre nicht vor Elon Musk geschützt werden, sondern ihm lieber möglichst freie Hand lassen: Beide Anträge wurden abgelehnt.

Musk richtete in Mountain View uch eine Botschaft an die Europäer: Bis zum Ende des Jahres wolle er eine Entscheidung über den Standort für eine Giga-Fabrik für Batterien sowie eine Auto-Fabrik fällen. „Ich bin überzeugt, dass wir in Europa und Asien eigene Fabriken für unsere Autos brauchen“, sagte er. Damit könne Tesla Zölle und teure Lieferwege umgehen, und den lokalen Markt günstiger bedienen.

Mehr: In der Automobilbranche gilt Elektromobilität als großes Zukunftsthema. Doch wie gehen die Versicherer damit um? Darauf sollten Verbraucher achten.

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