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Hauptversammlung VW-Chef dementiert Steuertrick beim Porsche-Deal

Mit der Porsche-Übernahme kann VW eine milliardenschwere Steuerlast umschiffen. Doch VW-Chef Winterkorn weist Kritik zurück, dass der Fiskus leer ausgehe. Je früher die beiden Partner zusammenkämen, desto besser.
25.06.2012 Update: 25.06.2012 - 13:25 Uhr Kommentieren
Der Vorstandsvorsitzende der Volkswagen AG, Martin Winterkorn. Quelle: dpa

Der Vorstandsvorsitzende der Volkswagen AG, Martin Winterkorn.

(Foto: dpa)

Stuttgart Der dank einer Gesetzeslücke früher mögliche Porsche-Kauf ist aus Sicht von Volkswagen-Chef Martin Winterkorn kein Trick zum Steuersparen. „Das Gegenteil ist richtig. Auch der Staat würde durch die höheren Steuereinnahmen wesentlich profitieren“, sagte Winterkorn am Montag bei der Hauptversammlung der Porsche-Dachgesellschaft Porsche SE (PSE) in Stuttgart. Winterkorn ist in Personalunion Vorstandschef von VW und der PSE, unter deren Dach die Mehrheit der VW-Stammaktien liegt.

Vor wenigen Tagen hatten Recherchen der „WirtschaftsWoche“ ergeben, dass VW die zweite Hälfte am Porsche-Sportwagengeschäft auch vor Ablauf einer Wartezeit bis Mitte 2014 ohne eine milliardenschwere Steuerlast übernehmen kann. Möglich wird das durch einen juristischen Kniff, der den Kauf als eine interne Umstrukturierung ausweist. Es geht nach dpa-Informationen um bis zu 1,5 Milliarden Euro Ersparnis.

Winterkorn bestätigte, dass VW und Porsche geprüft hätten, „ob es wirtschaftlich sinnvolle Alternativen gibt, um den integrierten Automobilkonzern zügiger zu schaffen. Dabei geht es natürlich auch um die Klärung steuerrechtlicher Fragen für den Fall einer vorzeitigen Integration“. Der Manager betonte aber, dass die Entscheidung, wie es nun weitergehe, noch ausstehe.

Nach dpa-Informationen ist die Weichenstellung aber bereits erfolgt, es fehlt nur noch das endgültige Okay der Gremien - eine Formalie. Nach Winterkorns Logik würde ein früherer Zusammenschluss zu höheren Erträgen führen, weil VW und Porsche unter einem Dach beim Autobauen besser sparen könnten. Am Ende würde dies seinen Angaben zufolge schließlich auch früher fällig werdende Steuern bedeuten.

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Standort erkennen

    Winterkorn sagte: „Porsche und Volkswagen waren, sind und bleiben gute, verlässliche Steuerzahler. Wir stehen zu unserer Verantwortung - für den Standort Deutschland und für das Gemeinwesen. Und zwar in jeder Hinsicht.“

    Aus der Politik hatte es heftige Kritik am Plan der beiden Partner VW und PSE gegeben. Einige Bundesländer wollen die Lücke im Steuergesetz rasch schließen lassen. Eine entsprechende Initiative in Berlin ist bereits angelaufen. Nach dpa-Informationen wollen Porsche und VW den Zusammenschluss noch diesen Sommer umsetzen.

    Mit dem nahenden Porsche-Deal kann VW eine milliardenschwere Steuerlast umschiffen. Doch VW-Chef Martin Winterkorn weist Kritik zurück, dass der Fiskus leer ausgehe. Je früher die beiden Partner zusammenkämen, desto besser sei das - auch für die Allgemeinheit.

    "Grundsätzlich zuversichtlich" - trotz dunkler Wolken
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