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Heidelberg-Cement Gewinn steigt dank guter Baukonjunktur

Mildes Wetter und eine gute Baukonjunktur bescheren Heidelberg-Cement Gewinne. Das Unternehmen rechnet auch wegen der niedrigen Ölpreise mit einem weiteren Plus.
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Der Baustoffkonzern HeidelbergCement freut sich über wachsende Gewinne. Auch für das laufende Jahr erwartet das Unternehmen gute Geschäfte. Quelle: dpa
HeidelbergCement.

Der Baustoffkonzern HeidelbergCement freut sich über wachsende Gewinne. Auch für das laufende Jahr erwartet das Unternehmen gute Geschäfte.

(Foto: dpa)

StuttgartDie gute Baukonjunktur weltweit und mildes Wetter haben dem Baustoffkonzern Heidelberg-Cement zu einem deutlichen operativen Gewinnanstieg verholfen. Bei einem Umsatz von bereinigt 12,6 Milliarden Euro stieg der operative Gewinn 2014 auf vergleichbarer Basis um 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 1,6 Milliarden Euro.

Einschließlich des negativen Wechselkurseffekts durch die Euro-Stärke stieg das Ergebnis um fünf Prozent. „2014 war für Heidelberg-Cement operativ das mit Abstand beste Jahr seit der Finanzkrise“, erklärte Vorstandschef Bernd Scheifele zu den am Dienstag bekannt gegebenen vorläufigen Zahlen.

Durch den milden Winter im ersten und vierten Quartal ruhte die Arbeit auf den Baustellen nicht so lang wie üblich, was die Nachfrage nach Zement, Sand oder Beton verstärkte.

Von der robusten Baukonjunktur in den Schlüsselmärkten Westeuropa und Nordamerika werde Heidelberg-Cement auch in diesem profitieren, erklärte Scheifele. „Der deutlich gesunkene Ölpreis und der schwächere Euro bedeuten für uns zusätzlichen Rückenwind.“

Der niedrigere Ölpreis verbilligt nicht nur die energieintensive Zementproduktion. Die Heidelberger erzielen auch vier Fünftel ihres Umsatzes in Erdöl importierenden Ländern, wo der Ölpreisrückgang wie ein Konjunkturprogramm wirkt. Im vergangenen Jahr hatte die Stärke des Euro gegenüber anderen Währungen den Umsatz um eine halbe Milliarde Euro und den Gewinn um 118 Millionen Euro gedämpft.

Heidelberg-Cement rechnete aus den Zahlen die Beiträge des vor Kurzem verkauften Bauproduktegeschäfts heraus. Kurz vor Weihnachten hatte der Konzern die einst mit dem britischen Unternehmen Hanson übernommene Sparte für 1,4 Milliarden Dollar an den Finanzinvestor Lone Star verkauft. Nach den internationalen Standards zur Rechnungslegung IFRS durften die nicht fortgeführten Aktivitäten nicht mehr bilanziert werden.

Nach einer um das Bauproduktgeschäft bereinigten Prognose von Banken, die Heidelberg-Cement selbst erfasst hat, erwarteten Analysten einen Jahresumsatz von 12,37 Milliarden Euro und ein operatives Ergebnis von 1,58 Milliarden Euro. Das vierte Quartal schloss der Zement- und Kiesproduzent besser ab als vorhergesagt: Das operative Ergebnis betrug bereinigt 442 Millionen Euro bei einer Prognose von 434 Millionen Euro.

Die Nettoverschuldung sank unter sieben Milliarden Euro und näherte sich damit weiter dem Ziel von weniger als 6,5 Milliarden Euro an. Der Erlös aus dem Verkauf des Bauproduktegeschäfts von 1,4 Milliarden Dollar sei darin noch nicht enthalten, erklärte das Unternehmen. Schuldenabbau und eine Verbesserung der operativen Marge von zuletzt 12,6 Prozent blieben oberste Priorität, erklärte Scheifele.

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