Heidelberg Cement Regen, Ostern und Ramadan drücken den Gewinn

Schlechtes Wetter in Nordamerika und viele Feiertage sorgen für einen sinkenden Betriebsgewinn bei Heidelberg Cement. Der Baustoffkonzern verfehlt damit die Erwartungen – hofft aber auf höhere Kosteneinsparungen.
Update: 01.08.2017 - 09:34 Uhr Kommentieren
Viel Regen habe die Bauarbeiten in Nordamerika im abgelaufenen Quartal behindert, klagt der Baustoffkonzern. Quelle: dpa
Heidelberg Cement

Viel Regen habe die Bauarbeiten in Nordamerika im abgelaufenen Quartal behindert, klagt der Baustoffkonzern.

(Foto: dpa)

HeidelbergDas Wetter und Saisoneffekte haben dem Baustoffkonzern Heidelberg Cement im zweiten Quartal einen leichten Gewinnrückgang eingebrockt. Von April bis Juni verdiente der Dax-Konzern operativ 964 Millionen Euro, um Währungs- und Konsolidierungseffekte bereinigt ein Minus von einem Prozent. Viel Regen habe die Bauarbeiten in Nordamerika behindert, erklärte das Unternehmen am Dienstag. Zudem war die Zahl der Arbeitstage gegenüber dem Vorjahresquartal wegen des Osterfestes im April und dem Ramadan-Ende im Juni geringer. Weniger Absatz von Zement, Beton und Asphalt ließ den Umsatz mit 4,6 Milliarden Euro auf Vorjahresniveau verharren.

Die Kurpfälzer verdienten damit weniger als von Analysten erwartet. Von Reuters befragte Experten hatten ein Ergebnis vor Steuern und Abschreibungen von 985 Millionen Euro prognostiziert. Die von Heidelberg Cement selbst erhobene Prognose lag noch höher bei 998 Millionen Euro. „In Anbetracht der schwierigen Rahmenbedingungen haben wir ein gutes Ergebnis im zweiten Quartal erzielt“, erklärte Vorstandschef Bernd Scheifele.

Heidelberg Cement fing den Umsatzrückgang zum Teil mit höheren Preisen und Kostensenkungen auf. Mit Absatzrückgang hatte auch der schärfste Konkurrent, der Schweizer Baustoffriese Lafarge-Holcim, zu kämpfen. Doch verdoppelte dieser dennoch den Gewinn auf 787 Millionen Franken.

Das sind die Spitzenverdiener im Dax
Platz 30: Reinhard Ploss
1 von 18

Von allen CEOs verdiente Reinhard Ploss im vergangenen Jahr am wenigsten. Der Vorstandschef von Infineon erhielt 2016 knapp über 2,3 Millionen Euro. Das sind rund 500.000 Euro weniger, als er noch 2015 bezog..

Quelle: Dr. Heinz Evers Vergütungsberatung für das Handelsblatt

Platz 29: Peter Terium
2 von 18

3,49 Millionen Euro erhielt Peter Terium 2016 für sein Arbeit. 2015 verdiente der Vorstandsvorsitzende von RWE noch mehr als 5 Millionen Euro. Terium wechselte im Herbst zu der Tochter Innogy, in die RWE das Geschäft mit den Erneuerbaren Energien abgespalten hat.

Platz 28: Martin Zielke
3 von 18

Nur 6000 Euro mehr als RWE-Chef Terium verdiente 2016 Martin Zielke. Im zurückliegendem Jahr kam er auf 3,496 Millionen Euro. Zielke wurde allerdings auch erst ab Mai Manager der deutschen Privatbank. 2015 verdiente er noch rund 2,4 Millionen Euro.

Platz 15: Tim Höttges
4 von 18

Der Manger und Vorstandsvorsitzende der Deutschen Telekom verdiente 2016 rund 6,12 Millionen Euro. Damit konnte Tim Höttges sein Gehalt minimal steigern. 2015 erhielt er noch 23.000 Euro weniger.

Platz 14: Oliver Bäte
5 von 18

Der Vorstandsvorsitzende der Allianz hat 2016 rund 6,2 Millionen Euro verdient. Im Vergleich zu 2015 konnte Bäte seinen Verdienst so deutlich steigern. Damals bekam er fast eine Million Euro weniger. Bäte wurde allerdings auch erst im Mai 2015 Chef.

Platz 13: Werner Baumann
6 von 18

Der Manager ist seit Mai 2016 Vorstandsvorsitzender von Bayer. Seine erste wichtige Amtshandlung war das Übernahmeangebot von Bayer mit dem US-Saatgutriesen Monsanto. 2016 verdiente der 54-Jährige 6,4 Millionen Euro und landet damit auf Platz zehn. Sein Vorgänger Marijn Dekkers hatte 2015 eine fast genauso hohe Vergütung erhalten.

Platz 12: Frank Appel
7 von 18

Seit 2008 ist Appel Chef der Deutschen Post. Der 55-Jährige studierte Chemie und Neurologie und arbeitete danach zunächst als Berater und Projektleiter bei McKinsey & Co. Im vergangenen Jahr verdiente er 6,6 Millionen Euro – ein Plus von rund 500.000 Euro.

Die Aktien des Konzerns waren am Dienstag anfangs Schlusslicht im Dax mit einem Abschlag von zwei Prozent. Allerdings grenzten die Papiere rasch ihre Verluste wieder ein.

Scheifele bekräftigte den Ausblick eines moderaten Anstiegs des Betriebsergebnisses auf vergleichbarer Basis in diesem Jahr, also unter Einrechnen des im vergangenen Jahr übernommenen Unternehmens Italcementi. Bei der Übernahme werden noch höhere Kosteneinsparungen anfallen als bisher erwartet. Das Synergieziel hob Heidelberg Cement um 30 Millionen Euro auf 500 Millionen Euro an.

Die globalen Risiken seien durch höhere Inflation und Energiepreise, steigende Zinsen in den USA und dem Trend zu Protektionismus gewachsen. Dennoch äußerte sich Scheifele über den Rest dieses Geschäftsjahres zuversichtlich. „Wir sehen einen klaren Aufwärtstrend seit Ostern und erwarten eine deutlich stärkere Entwicklung für das zweite Halbjahr“, erklärte er.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
  • rtr
Startseite

Mehr zu: Heidelberg Cement - Regen, Ostern und Ramadan drücken den Gewinn

0 Kommentare zu "Heidelberg Cement: Regen, Ostern und Ramadan drücken den Gewinn "

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%