Heidelberger Druck Druckmaschinen-Konzern lässt Aktionäre warten

Im Frühjahr vergangenen Jahres nur mit Staatshilfen am Leben erhalten hat der Konzern die Talsohle wohl hinter sich gelassen. Nun sollen die Schulden abgebaut werden. Allerdings müssen die Aktionäre noch länger auf eine Dividende warten.
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Bei Heideldruck laufen die Maschinen wieder rund: Der Auftragseingang hat deutlich zugelegt. Quelle: dpa

Bei Heideldruck laufen die Maschinen wieder rund: Der Auftragseingang hat deutlich zugelegt.

(Foto: dpa)

HB FRANKFURT. Der Maschinenbauer Heidelberger Druck ist nach Aussage seines Chefs auf Kurs, im normalen Geschäft kein Geld mehr zu verlieren. "Wir rechnen damit, operativ im Geschäftsjahr 2010/11 eine schwarze Null zu erwirtschaften", sagte Konzernchef Bernhard Schreier der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". "Die Auftragseingänge in unserem ersten Quartal bis Ende Juni und der Verlauf des zweiten Quartals sprechen dafür." Allerdings belasteten die Schulden das Finanzergebnis, so dass er unter dem Strich noch Verluste erwarte.

Mit einer Kapitalerhöhung will das Unternehmen seinen Schuldenberg abtragen: Heidelberger Druck gibt rund 155 Millionen neue Aktien aus und will mit dem Emissionserlös von rund 420 Millionen Euro die Verbindlichkeiten abbauen. Die Aktionäre lockt die Firma dabei mit einem kräftigen Rabatt. Der Bezugspreis von 2,70 Euro je neuer Aktie bedeutet laut Finanzvorstand Dirk Kaliebe einen Preisabschlag von rund 30 Prozent zum jüngsten Börsenkurs.

Auf eine Dividende müssen die Aktionäre noch warten: "Sobald wir in Zukunft aber wieder deutliche Nettogewinne erwirtschaften, rückt die Dividende auf die Tagesordnung", sagte Schreier der Zeitung weiter.

Der Heidelberger Traditionskonzern stellt Maschinen für den Druck von Katalogen, Verpackungen, Büchern und Geschäftspost her. Das Unternehmen rutschte im Zuge der Wirtschaftskrise tief in die roten Zahlen. Im Frühjahr vergangenen Jahres bewahrten nur Staatsbeihilfen den Konzern vor dem Aus, für die angeschwollene Verschuldung müssen die Heidelberger seitdem hohe Zinskosten berappen. Mittlerweile hat der mit Manroland und Koenig & Bauer sowie Ryobi und Komori aus Japan konkurrierende Maschinenbauer die Talsohle aber hinter sich gelassen.

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