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Heinrich Hiesinger „Wir müssen die Transformation von Thyssen-Krupp fortsetzen“

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Investoren fordern mehr Mut zur Veränderung

Diese Botschaft Hiesingers kam bei den meisten Aktionären gut an – von kritischen Äußerungen in einzelnen Punkten mal abgesehen. Sie lobten die grundsätzliche Strategie des Konzernchefs, bemängelten aber das aus ihrer Sicht zu geringe Tempo beim Umbau von Thyssen-Krupp. „Die Zukunft des Konzerns liegt im Technologiegeschäft und nirgendwo anders“, sagte Ingo Speich von der Investmentgesellschaft Union Investment. „Die Marschrichtung stimmt, das Tempo nicht.“

Speich verlangte vom Management mehr Mut zur Veränderung. „Sie müssen, wo nötig, auch unbequeme Entscheidungen treffen, um den Konzern zukunftsfest und profitabel zu machen.“ Handlungsbedarf sieht Speich insbesondere bei der geringen Eigenkapitalquote, die auf 7,4 Prozent abgesunken ist. „Wenn Thyssen-Krupp schon im robusten Konjunkturumfeld Schwächen zeigt, wie will man sich dann bei konjunkturellem Gegenwind behaupten?“ Um die Bilanz zu stärken, warb Speich dafür, keine Dividende von 15 Cent je Anteilsschein und damit insgesamt 85 Millionen Euro an die Aktionäre auszuschütten.

Hans Martin Buhlmann von der Vereinigung institutioneller Privatanleger verlangte dagegen von der Konzernspitze endlich einen Zeitrahmen, wann die Geschäfte endlich besser laufen und Gewinn und Umsatz steigern. „Sie sollen nicht ankündigen, sondern sagen, wann!“

Hiesinger betonte in seinen Antworten an die Aktionäre mehrfach die Notwendigkeit, sich stärker auf das stabilere Industriegeschäft zu konzentrieren. Wenn es eines Beweises bedurft hätte, wie wichtig es für den Konzern ist, sich mittelfristig vom volatilen Stahlgeschäft zu verabschieden – das abgeschlossenen Geschäftsjahr hat es für den Konzernchef erbracht.

„Die großen Schwankungen auf den Werkstoffmärkten zeigen, dass wir die Transformation von Thyssen-Krupp zu einem starken Industriekonzern fortsetzen müssen", sagt er. „Unser Ziel ist es, den Anteil der Industriegüter- und Dienstleistungsgeschäfte auszubauen und profitabel zu wachsen. Das ermöglicht uns, in Zukunft stabilere Ergebnisse zu erzielen.“

Unabhängig davon muss die Stahlsparte weiter eigene Anstrengungen unternehmen, effizienter zu produzieren und die Leistungsfähigkeit zu verbessern. Dazu gehörten auch weitere Restrukturierungsmaßnahmen. So soll Stahlchef Andreas Goss allein in diesem Jahr weitere 200 Millionen Euro einsparen. Ergebnisse oder Entscheidungen im Hinblick auf Standorte oder Anlagen seien im Frühsommer zu erwarten. Es sei gut, dass Hiesinger die Stahlkonsolidierung voranbringe, hieß es im Umfeld eines Großaktionärs. „Es könnte aber durchaus auch schneller gehen.“

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