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Henkel jubelt Bauboom in Deutschland beflügelt Klebstoffindustrie

Die deutsche Klebstoffindustrie wächst. Besonders der Bauboom in Deutschland sorgt für Optimismus in der Branche. Allerdings steigen die Rohstoffpreise – Sturm „Harvey“ soll dabei ein Hintergrund spielen.
07.09.2017 - 13:07 Uhr Kommentieren
Für 2017 erwarte die Klebstoffbranche ein Umsatzwachstum von mindestens zwei Prozent auf 3,8 Milliarden. Quelle: dpa
Klebstoffhersteller

Für 2017 erwarte die Klebstoffbranche ein Umsatzwachstum von mindestens zwei Prozent auf 3,8 Milliarden.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Die deutschen Klebstoffhersteller um den Branchenprimus Henkel sind optimistisch wie lange nicht mehr. „Es ist eine wirklich gute Stimmung in der Industrie wie seit 2011 nicht mehr“, sagte der Vorsitzende des Industrieverbandes Klebstoffe, Boris Tasche, am Donnerstag in Düsseldorf. Trotz der erhöhten Unsicherheit über die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingen habe die Branche in Deutschland im vergangenen Jahr wie erwartet ein Umsatzplus von 1,2 Prozent auf 3,7 Milliarden Euro erzielt. Für 2017 erwarte die Branche ein Umsatzwachstum von mindestens zwei Prozent auf 3,8 Milliarden.

Die Klebstoffhersteller beliefern unter anderem Firmen des Maschinen- und Flugzeugbaus, der Automobilindustrie oder der Elektronik- und Baubranche. Vor allem der Bauboom in Deutschland verleihe der Industrie Rückenwind, während der Export nicht mehr ganz so dynamisch verlaufe. Steigende Rohstoffpreise würden derweil zunehmend ein Thema – vor allem vor dem Hintergrund der Produktionsausfälle der texanischen Chemieindustrie als Folge des Wirbelsturms „Harvey“.

Weltweit werden mit Klebstoffen, Dichtstoffen und Klebebändern dem Verband zufolge etwa 61 Milliarden Euro pro Jahr umgesetzt. Der Anteil deutscher Hersteller liege bei rund 19 Prozent – diese seien damit Weltmarktführer. Größter Klebstoff-Hersteller in Deutschland ist der Düsseldorfer Henkel-Konzern, der 2016 in der Sparte mit knapp neun Milliarden Euro etwa die Hälfte seiner Konzernerlöse erzielte.

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