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Herbert Diess VW-Chef fürchtet keine Rechtsvorwürfe im Dieselskandal

Die Staatsanwaltschaft Braunschweig ermittelt gegen Diess wegen des Verdachts der Marktmanipulation. Den VW-Chef hält die Vorwürfe für unbegründet.
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Der VW-Chef sieht die Vorwürfe gegen ihn als unbegründet an. Quelle: AFP
Herbert Diess

Der VW-Chef sieht die Vorwürfe gegen ihn als unbegründet an.

(Foto: AFP)

FrankfurtVW-Konzernchef Herbert Diess hält rechtliche Vorwürfe gegen ihn persönlich im Dieselskandal für unbegründet. „Ich bin der Meinung, dass die gegen mich erhobenen Vorwürfe unbegründet sind. Das hat auch die jetzt erfolgte Sichtung aller Unterlagen ergeben“, sagte Diess in einem am Freitag veröffentlichten Interview mit dem „Tagesspiegel“.

Gegen Diess ermittelt die Staatsanwaltschaft Braunschweig im Zusammenhang mit dem Diesel-Abgasskandal wegen des Verdachts der Marktmanipulation. Die Strafverfolger prüfen, ob Diess, Ex-VW-Chef Martin Winterkorn und der heutige VW-Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch die Anleger zu spät über den Abgasbetrug bei Millionen Dieselautos und die damit verbundenen finanziellen Folgen informiert haben.

Diess war im Juli 2015, zweieinhalb Monate vor Bekanntwerden des Skandals von BMW zu Volkswagen gewechselt. Der VW-Konzern hatte die Vorwürfe gegen die drei Manager zurückgewiesen. Im separat laufenden Strafverfahren wegen Betruges erhob die Staatsanwaltschaft im April Anklage gegen Winterkorn. Zum aktuellen Stand der Ermittlungen wegen Marktmanipulation war die Behörde nicht zu erreichen. Nach Medienberichten hatten die Anwälte der Beschuldigten bis Ende März Akteneinsicht.

In dem Interview kritisierte Diess außerdem die Bundesregierung in Sachen Klimaschutz und Energiewende. Den Regierungsparteien fehlten klare Positionen und der Wille zur Umsetzung. „Wenn man sieht, wie zaudernd mit dem Thema Elektromobilität oder der Energiewende umgegangen wird, dann gleicht das fast einer Schockstarre. Ich kann schon verstehen, dass die Jugend deshalb auf die Barrikaden geht“, sagte er der Zeitung.

Es sei mit Blick auf die Klimaziele außerdem falsch gewesen, zuerst aus der Kernkraft und dann aus der Kohleverstromung auszusteigen. „Man sollte sich fragen, ob man die Kernkraft so schnell wie geplant auslaufen lässt“, ergänzte er. Langfristig müsse aber allein auf erneuerbare Energiequellen umgestellt werden, und auch Volkswagen wolle bis 2050 dem Pariser Klimaschutzabkommen entsprechend klimaneutral arbeiten.

Mehr: Ex-VW-Chef Martin Winterkorn droht ein jahrelanger Prozess.

  • rtr
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