Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Here Mitsubishi und NTT kaufen sich beim Kartendienst der deutschen Autobauer ein

Die Japaner wollen gemeinsam einen Anteil von 30 Prozent an Here übernehmen. Behörden müssen den Deal noch freigeben.
20.12.2019 Update: 20.12.2019 - 11:21 Uhr Kommentieren
Mitsubishi und NTT kaufen sich bei Here ein Quelle: HERE Navigation
Navigation von Here

Mitsubishi und NTT investieren in den Kartendienst.

(Foto: HERE Navigation)

München Beim Kartendienst der deutschen Autobauer Here kommen in großem Stil japanische Investoren an Bord. Der Mischkonzern Mitsubishi Corp. und der Telekom-Anbieter NTT wollen gemeinsam einen Anteil von 30 Prozent übernehmen.

„Beide Unternehmen teilen unsere Vision, eine autonome Welt für alle zu ermöglichen“, wird Here-CEO Edzard Overbeek in einer Pressemitteilung des Unternehmens zitiert. Die Investition solle Here die Basis für ein schnelleres Wachstum in der Region bringen. Finanzielle Details wurden nicht genannt. Der Deal müsse noch von den Behörden freigegeben werden.

Here ist der Marktführer bei Navigationsdiensten für die Fahrzeugindustrie. Acht von zehn Autos, die auf europäischen oder amerikanischen Straßen unterwegs sind, haben Technik und Daten der Firma mit Verwaltungssitz in Amsterdam an Bord. Um seine Karten so aktuell wie möglich zu halten, sammelt Here Petabytes an Daten.

Seit mehr als einer Dekade scannt die Firma dafür beispielsweise mit Hunderten eigenen Vermessungsfahrzeugen die Straßen der Welt. Ausgestattet mit Kameras, Sensoren, Radarsystemen und modernster Lasertechnik (Lidar) erfassen die sogenannten Here-True-Cars ein maschinenlesbares Abbild der Fahrbahnoberflächen. Die hochauflösenden, dreidimensionalen Karten, die Here auf Basis dieser Daten erstellt, gelten als unerlässlich, um autonomes Fahren massentauglich zu machen.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Die deutschen Autobauer Volkswagen, BMW und Daimler halten die Technik von Here für so wichtig, dass sie die Firma 2015 gemeinsam für 2,6 Milliarden Euro von Nokia kauften. Seither sehen sich die Fahrzeughersteller allerdings stetig nach neuen Partnern um. Denn so wichtig Here irgendwann einmal für den sicheren Betrieb ihrer Roboterautos sein wird, im Hier und Jetzt handelt es sich um ein teures Zuschussgeschäft.

    So weist Here International B.V. für 2018 einen Verlust von 417 Millionen Euro aus – bei einem Umsatz von etwas mehr als einer Milliarde Euro. Im Tagesgeschäft verbrannte der 9100 Mitarbeiter zählende Konzern unter Führung des Ex-Cisco-Managers Overbeek zuletzt 103 Millionen Euro. Die liquiden Mittel schrumpften von 312 Millionen im Jahr 2017 auf 178 Millionen Euro in 2018.

    CEO Overbeek versucht gegenzusteuern, indem er den Kartenlizenzgeber in einen Softwareplattformbetreiber transformieren will. Ihm schwebt vor, eine digitale Echtzeitkarte der Welt zu erstellen, die nicht nur Straßen, Gebäude und Flüsse erfasst, sondern auch dynamische Objekte wie Fahrzeuge, Waren und Güter.

    Mit Hilfe der völligen Vermessung des Globus sollen Roboter in die Lage versetzt werden, Regale im Supermarkt zu füllen, Pakete von Drohnen vor der Haustür zu platzieren und selbstfahrende Autos unfallfrei durch smarte Städte navigieren können. Und das beste: Here verdient überall mit.

    Heute ist das noch alles Zukunftsmusik. Drei Viertel seines Umsatzes erzielt Here nach wie vor mit seinen Navigationsdiensten für die Autoindustrie.

    Mehr: Daimler und BMW stutzen ihre Carsharing-Tochter zurück. Der kostenintensive Aufbau von Mietwagenflotten lohnt sich für die Autohersteller nur in wenigen Metropolen.

    Startseite
    Mehr zu: Here - Mitsubishi und NTT kaufen sich beim Kartendienst der deutschen Autobauer ein
    0 Kommentare zu "Here: Mitsubishi und NTT kaufen sich beim Kartendienst der deutschen Autobauer ein"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%