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SUV XC90 von Volvo

Uber und der schwedische Autobauer kommen bei ihren Tests mit selbstfahrenden Autos voran.

(Foto: AP)

Hochautomatisierte Fahrzeuge Uber und Volvo treiben Tests mit selbstfahrenden Autos voran

Schon bald will der Fahrdienstvermittler die neue Generation des SUV-Modells XC90 in seine Flotte integrieren. Die Fahrzeuge sollen in den nächsten Jahren Serienreife erreichen.
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Washington, FrankfurtDer Fahrdienstvermittler Uber und sein Partner Volvo gehen einen weiteren Schritt in Richtung Serienreife von hochautomatisierten Fahrzeugen. Uber werde bald die neue Generation des SUV-Modells XC90 des schwedischen Autobauers in seiner Flotte einsetzen, kündigte Eric Meyhofer, Chef der Uber-Sparte für autonomes Fahren, Advanced Technologies Group, in dieser Woche auf einer Konferenz in Washington an.

Sie sei sicherer und werde bald die älteren automatisierten Volvo-Modelle ersetzen. Zunächst solle ein Dutzend des Prototypen eingesetzt werden, bei dem noch ein Sicherheitsfahrer hinter dem Lenkrad sitzt. Die Autos werden jetzt von Volvo in Schweden am Band produziert und nicht mehr, wie die bisher eingesetzten 250 automatisierten Volvos, mit der Selbstfahrtechnik nachgerüstet.

Uber und die zum chinesischen Autobauer Geely gehörende Premiummarke Volvo arbeiten seit 2016 an selbstfahrenden Autos. Diese werden nach Einschätzung von Branchenkennern im kommenden Jahrzehnt Serienreife erreichen, sich aber wegen der hohen Kosten eher zum Einsatz in geschäftlichen Flotten lohnen und nicht für den privaten Autokäufer.

Ende 2017 hatten Uber und Volvo vereinbart, dass die Schweden von 2019 bis 2021 bis zu 24.000 Fahrzeuge des SUV-Modells XC90 in automatisierter Version liefern sollen. Die Zahl wurde jetzt nicht wiederholt.

Eine Uber-Sprecherin erklärte, das Unternehmen arbeite mit Volvo in Zukunft an Zehntausenden Autos. Volvo-Chef Hakan Samuelsson erklärte, bis zur Mitte des kommenden Jahrzehnts sollten völlig autonome Modelle ein Drittel des Absatzes ausmachen.

Der nächste technologische Schritt, fahrerlose Wagen in abgegrenzten Gebieten einzusetzen, soll Meyhofer zufolge nicht mehr lange auf sich warten lassen. Doch vor einer Entscheidung dazu gelte es, das Vertrauen von Öffentlichkeit und Gesetzgeber für die Technologie zu gewinnen.

Ubers Pläne hatten im März 2018 durch einen Unfall eines seiner Wagen, bei dem eine Radfahrerin in Phönix/Arizona tödlich verletzt wurde, einen Rückschlag erlitten. Die Tests mit selbstfahrenden Autos wurden eingestellt. Im Dezember nahm Uber sie wieder auf öffentlichen Straßen in Pittsburgh auf und plant jetzt weitere Projekte für Toronto und San Francisco.

Bündnisse zur Kostensenkung

Im Rennen um den Markt für autonome Fahrzeuge schließen Internetkonzerne und Autobauer Bündnisse, um die hohen Kosten zu teilen. So wird Uber von Konzernen aus Japan unterstützt: Der Autobauer Toyota, der Zulieferer Denso und der Technologieinvestor Softbank pumpen zusammen eine Milliarde Dollar in die Uber-Sparte. Schärfster Rivale ist die Google-Tochter Waymo, die mit Roboterautos schon viele Testkilometer gefahren ist und neuerdings mit der General-Motors-Fahrdiensttochter Lyft kooperiert.

Daimler und Bosch gehen in diesem Jahr mit Robotaxi-Testfahrzeugen in Kalifornien an den Start. Auch mit dem Konkurrenten BMW hat sich Daimler verbündet, um die Technik weiterzuentwickeln.

Volkswagen erprobt seit dem Frühjahr computergesteuerte Elektroautos auf einer Teststrecke in der Hamburger Innenstadt. Der Wolfsburger Konzern will zudem mit dem US-Autobauer Ford auf diesem Feld kooperieren. Dessen Tochter Argo AI erweiterte in dieser Woche ihre Testflotte. Der entsprechend ausgestattete Ford Fusion soll jetzt auf den Straßen der Autometropole Detroit als fünfter Stadt in den USA rollen.

Mehr: Im Interview mit dem Handelsblatt fordert Uber-Chef Dara Khosrowshahi von Deutschland moderne Regeln für Fahrdienste. Zudem spricht er über den misslungenen Börsengang und erklärt, wie er künftig Geld verdienen und warum er mit deutschen Autoherstellern kooperieren will.

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