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Hochofenbauer Wurth SMS buhlt um ArcelorMittals Beteiligung

Der Übernahmehunger des Anlagenbauers SMS ist nach dem Kauf des Maschinenbauers Elexis 2011 nicht gestillt. Die Düsseldorfer wollen die Beteiligung des weltgrößten Stahlkonzerns ArcelorMittal am Hochofenbauer Paul Wurth.
11.06.2012 - 15:29 Uhr Kommentieren
Heinrich Weiss strebt eine „kameradschaftliche Partnerschaft“ an. Quelle: dpa

Heinrich Weiss strebt eine „kameradschaftliche Partnerschaft“ an.

(Foto: dpa)

Düsseldorf „Mit ArcelorMittal sind wir im Frühjahr bereits handelseinig geworden“, sagte SMS-Chef Heinrich Weiss am Montag. Das letzte Wort habe nun aber der Luxemburger Staat, der eine Minderheitsbeteiligung halte und der Transaktion zustimmen muss. SMS wolle nicht die Mehrheit übernehmen und Paul Wurth beherrschen, sondern strebe eine „kameradschaftliche Partnerschaft“ an, betonte Weiss.

„Wir haben den gleichen Kundenkreis und ergänzen uns perfekt“, sagte der 70-jährige Lenker des Düsseldorfer Konzerns mit über 10.000 Mitarbeitern. Zum Kaufpreis machte er keine konkreten Angaben, erklärte aber: „Paul Wurth ist nicht ganz billig, auch nicht die Hälfte.“ Es würden allerdings weniger als die für Zukäufe bereit gehaltenen 600 bis 800 Millionen Euro sein. Insgesamt verfügt SMS über eine Nettoliquidität von knapp 2,5 Milliarden Euro. Paul Wurth setzte zuletzt mit 1800 Mitarbeitern rund 600 Millionen Euro um und gilt als Weltmarktführer unter den Ausrüstern im Hochofenbau.

SMS, Anlagenbauer für die Stahl- und Aluminiumindustrie und Konkurrent von Siemens VAI, bekommt derweil die Schuldenkrise in Europa zu spüren. „Wir merken in den letzten zwei, drei vier Monaten eine deutliche Abkühlung beim Auftragseingang“, erklärte Weiss. Der Euro-Pessimismus schlage auf die Realwirtschaft durch. Daher sei sein Optimismus für 2012 eher gedämpft. Dennoch hoffe er, dass die Bestellungen über dem Vorjahreswert von rund 3,4 Milliarden Euro landen werden und Ergebnis wie auch Umsatz stabil blieben. Für Zuversicht sorge der Auftragsbestand von knapp 4,9 Milliarden Euro, der bis in das kommende Jahr die Kapazitäten auslaste. 2011 verbuchte SMS bei einem Umsatz von 3,07 (3,036) Milliarden Euro einen Vorsteuergewinn von 265 (262) Millionen Euro.

Als Vorteil für SMS stellte Weiss den Modernisierungsdruck bei älteren US-Stahlwerken infolge des neuen ThyssenKrupp -Werkes in Alabama heraus. Ein erster Auftrag sei bereits eingegangen. Hauptabsatzmärkte blieben nach wie vor China, Indien und Südostasien. In den Regionen - allen voran China - baut SMS daher seine Präsenz durch den Bau von Fertigungs- und Servicewerkstätten aus.

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