Höherer Gewinn Toyota macht Fortschritte in Europa

Toyota konnte in den vergangenen Monaten in Europa kräftig zulegen. Doch das reicht Europa-Chef Didier Leroy nicht: Er will die japanische Marke emotionaler und profitabler machen – mit neuen Modellen.
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Toyota-Europa-Chef Didier Leroy: „Wir wollen in Europa fünf Prozent Marktanteil.“ Quelle: ap

Toyota-Europa-Chef Didier Leroy: „Wir wollen in Europa fünf Prozent Marktanteil.“

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DüsseldorfDer Weltmarktführer Toyota aus Japan macht Fortschritte im schwierigen europäischen Automarkt. „Seit September 2013 verbessert sich unser Absatz in Europa Monat für Monat. Mit den sich erholenden Märkten wollen wir weiter wachsen“, sagte Didier Leroy, Chef von Toyota Motor Europe (TME), dem Handelsblatt.

Von Brüssel aus steuert der Manager den kompletten europäischen Markt, inklusive Türkei und Russland. Erste Erfolge schlagen sich in der Bilanz nieder. „Das Ende März 2014 schließende Geschäftsjahr übertrifft in Europa unsere Erwartungen“, kündigte Leroy an. „Aber das reicht uns nicht. Mit neuen Modellen wollen wir noch profitabler werden“, so der TME-Chef.

Bereits nach neun Monaten lag der Gewinn bei 327 Millionen Euro. Im gesamten Geschäftsjahr 2012 erzielte das Unternehmen 246 Millionen Euro. Trotz der Krim-Krise hält Toyota an seinem Ziel für 2014 fest. „Keiner weiß, was in den nächsten Monaten passiert. Aber deshalb ändert sich unsere Vorhersage nicht“, so Leroy. TME nimmt sich einen Absatz von 865.000 Autos vor, 2013 waren es 847.000. Der Marktanteil soll von 4,7 auf 4,8 Prozent steigen.

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„Mittelfristig wollen wir in Europa ein Niveau von fünf Prozent Marktanteil und einer Million jährlich verkauften Autos erreichen. Das wird aber sicher nicht 2015 der Fall sein“, kündigte Leroy an.

Im Wettbewerb mit Volkswagen und den in den vergangenen Jahren dank europäischen Designs stark gewachsenen Koreanern Hyundai und Kia muss Toyota das eher biedere Image modernisieren. „Entscheidend ist, dass wir unser Image ändern, hin zu einer emotionalen Marke“, sagte Leroy. Nach einigen Lehrjahren gehört für ihn zum Qualitätsverständnis auch die Haptik von Materialen im Innenraum. „Da sind wir noch nicht auf dem erwarteten Niveau. In Europa muss das alles perfekt sein, Farbe und Struktur müssen ein Autoleben lang bestehen.“

Den Anfang macht der neue Kleinstwagen Aygo. Den Konkurrenten des VW Up baut Toyota in einer Fabrik in Tschechien, die auch Peugeot und Citroën nutzen. Die Kunden können den neuen Aygo in bisher nie möglichem Umfang individualisieren. „Das haben wir in der Vergangenheit vernachlässigt. Toyota will nicht nur Geld verdienen, sondern auch die Ansprüche der Kunden erfüllen“, betonte der TME-Chef.

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