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Hoffnung auf anziehende Nachfrage Chemiebranche startet flau ins Jahr

Ganz konnte sich die Chemieindustrie zu Jahresbeginn noch nicht aus der Umklammerung der Eurokrise befreien: Während der Umsatz leicht steigt, sinkt die Produktion. Doch es gibt Hoffnung für die nächsten Monate.
15.05.2013 - 15:18 Uhr Kommentieren
Noch gibt es kein Grund zur Freude für die Chemieindustrie: Das Jahr startete eher flau. Quelle: dpa

Noch gibt es kein Grund zur Freude für die Chemieindustrie: Das Jahr startete eher flau.

(Foto: dpa)

Frankfurt Die Chemiebranche hofft nach einem flauen Jahresstart auf eine anziehende Nachfrage in den nächsten Monaten. In den Chefetagen der Konzerne werde überwiegend mit einer leichten Belebung der Geschäfte gerechnet, erklärte der Verband der Chemischen Industrie (VCI) am Mittwoch in Frankfurt. „Für 2013 sind wir vorsichtig optimistisch“, sagte VCI-Präsident und Merck -Chef Karl-Ludwig Kley.

Aufgrund der schwächelnden Weltwirtschaft war das Auftaktquartal für Deutschlands drittgrößten Industriezweig - nach der Autobranche und dem Maschinenbau - ohne großen Schwung verlaufen. Der Branchenumsatz nahm binnen Jahresfrist lediglich um 0,5 Prozent auf 45,8 Milliarden Euro zu. Dahinter steht vor allem das Auslandsgeschäft. Die Chemikalienproduktion sank dagegen um 0,7 Prozent. Die Unternehmen konnten ihre Preise um 1,1 Prozent erhöhen.

Die Chemieindustrie mit Branchengrößen wie BASF und Bayer habe sich zu Jahresbeginn noch nicht aus der Umklammerung durch die Eurokrise befreien können, erklärte der VCI. Ablesbar war dies auch in den Berichten der großen Konzerne zum ersten Quartal. So machte Bayer und Lanxess im Kunststoffgeschäft die Krise der Autobranche in Europa zu schaffen. Auch bei anderen Unternehmen hinterließ die Eurokrise Spuren.

Laut VCI sind die Unternehmen aber insgesamt nicht unzufrieden mit der Geschäftsentwicklung. Die Firmen machten weiterhin gute Geschäfte, zumal die Anlagen mit im Schnitt 84 Prozent im ersten Quartal gut ausgelastet blieben. Im Management der Unternehmen herrsche überwiegend Zuversicht, dass es weiter aufwärts gehe, erklärte der VCI. Die Branche mit ihren derzeit rund 432.500 Beschäftigten erwarte eine leichte Besserung der Geschäfte im Inland und in Europa und baue auf eine steigende Chemikaliennachfrage aus Übersee.

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    Für das Gesamtjahr 2013 stellte der Branchenverband, der die Interessen von rund 1650 Unternehmen in Deutschland vertritt, wie bisher einen Zuwachs der Chemieproduktion um 1,5 Prozent in Aussicht. Der Branchenumsatz werde voraussichtlich um zwei Prozent auf 190 Milliarden Euro zulegen. Die Firmen würden ihre Preise 2013 voraussichtlich um 0,5 Prozent anheben können.

    • rtr
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