Hongqis Staatskarosserien China reaktiviert Maos Limousinenhersteller

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Hongqi könnte mit ausländischen Modellen konkurrieren.
Chinas Parteichef Xi Jinping will den Zusammenhalt seiner Landsleute stärken. Quelle: dpa

Chinas Parteichef Xi Jinping will den Zusammenhalt seiner Landsleute stärken.

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Chinas neuer Präsident Xi Jinping bemüht sich, dem Land mehr Nationalstolz einzuimpfen und Chinas Entwicklung voranzutreiben. Dazu passt auch das Hongqi-Comeback. Es sei „Teil genereller Anstrengungen, der Kommunistischen Partei Chinas und ihrem revolutionären Erbe wieder mehr Respekt zu bezeugen, anstatt ausländische Dinge anzubeten“, sagt der China-Experte Anthony Saich von der Uni Harvard. Da würde es nicht opportun sein, wenn Chinas Würdenträger in ausländischen Limousinen herumkutschiert würden.

Gleichzeitig passt dies zum Bestreben Chinas, Marken von globaler Bedeutung zu erschaffen. Das soll beispielsweise mit der Hongqi-Mutter First Auto Works (FAW) gelingen, scheiterte jedoch bisher an Qualitätsproblemen, an unmodernem Design und Mängeln im Kundendienst. Aktuell sind rund 70 Prozent der in China verkauften Fahrzeuge ausländische Modelle, bei den Fuhrparks der Behörden und Ämter sogar 80 Prozent. Das soll sich nun ändern, hat doch die Regierung vorgeschrieben, Audis und Volkswagen schrittweise durch einheimische Marken zu ersetzen. Berichten zufolge gibt die chinesische Regierung für ihre rund fünf Millionen Fahrzeuge teilweise über 12 Milliarden Euro pro Jahr aus.

Hongqis Ruf könnte sich da im nationalen Wettbewerb als Vorteil erweisen, sagt Automobilexperte Klaus Paur vom Marktforscher Ipsos: „Andere chinesische Hersteller sind für die Aufgabe noch nicht wirklich gerüstet, aber Hongqi ist vermutlich die einzige nationale Marke, die chinesische Beamte als Alternative für ausländische Modelle akzeptieren würden“, so Paur. „Und kann sich Hongqi bei den Beamten durchsetzen, könnte das auch positive Folgen für den privaten Markt haben.“

Der Anstoß für die „Rote Fahne“-Limousinen geht auf Mao zurück. Als er 1956 zu einem Treffen des Politbüros in einer russischen Limousine fuhr, sinnierte Mao, wann er wohl in einem Modell aus chinesischer Herstellung reisen könne. 1958 wurde ein Prototyp entwickelt, die Produktion lief 1959 an. 1981 wurde die Fertigung eingestellt. Drei vergebliche Anläufe gab es seitdem, die Marke wiederzubeleben. Den Ergebnissen habe die Würde der klassischen Limousinen aus der Mao-Zeit gefehlt, aber die Marke habe ihre geheimnisvolle Seite bewahren können, sagt Auto-Enthusiast Liu: „Es ist mehr als nur ein Auto. Für die Bürger Chinas ist es etwas, für das es keinen echten Ersatz gibt.“

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