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Hospira schluckt Mayne Generikabranche weiter im Umbruch

Die auf die Versorgung von Krankenhäusern mit injizierbaren Generika-Medikamenten spezialisierte amerikanische Pharmafirma Hospira übernimmt das australische Pharmaunternehmen Mayne Pharma für 2,6 Mrd. Australische Dollar (1,6 Mrd Euro). Die Mayne-Aktionäre erhalten 4,10 Australische Dollar in bar je Aktie, was einem Aufgeld von 32 Prozent gegenüber dem Kurs vom 18. September entspricht. Dies gab Hospira am Mittwoch nach Börsenschluss bekannt.

HB MELBOURNE/NEW YORK. Falls das Geschäft zu Stande kommt, wäre es nach Einschätzung von Analysten die viertgrößte Übernahme in der Generikabranche seit 1998. Mit dem Kauf von Mayne Pharma werde das internationale Geschäft deutlich ausgebaut, sagte Hospira-Chef Christopher Begley am Donnerstag.

Mayne Pharma wurde im November vom Pharmakonzern Mayne Corp abgespalten. Das Unternehmen galt seitdem als Übernahmekandidat. Das Führungsgremium der australischen Firma empfahl den Aktionären, das Angebot von Hospira anzunehmen.

Mayne Pharma ist auf injizierbare Krebsmedikamente spezialisiert und Marktführer in Australien sowie in Europa. Das Unternehmen, das in 65 Ländern aktiv ist, hat auch in Deutschland in Wasserburg einen Betrieb. Mayne hat einen Umsatz von 800 Mill. Australische Dollar und beschäftigt 2000 Mitarbeiter.

Hospira hat einen Umsatz von 2,6 Mrd. Dollar und 13 000 Beschäftigte. Die Gesellschaft mit Sitz in Lake Forest Illinois ist im US-Markt der Marktführer in ihrem Bereich. Mit der Übernahme wird Hospira der weltweit führende Anbieter injizierbarer generischer Medikamente. Die Mayne-Aktionäre und die Aufsichtsbehörden müssen noch ihre Zustimmung geben. Bis zum Jahresende soll die Übernahme abgeschlossen sein.

Der Generikamarkt wird von der israelischen Firma Teva und Novartis aus der Schweiz dominiert. Derzeit sind Übernahmen in der Branche an der Tagesordnung.

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