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Hubschrauberproduktion Boeing-Auftrag geht an sächsischen Mittelständler

Ein High-Tech-Unternehmen aus Mittweida vereinbart einen Fünf-Jahresvertrag mit dem weltgrößten Flugzeughersteller. Der sächsische Mittelständler Cotesa soll künftig Teile für die Hubschrauberproduktion liefern.
01.06.2017 - 01:31 Uhr Kommentieren
Einem Bericht zufolge handelt es sich um einen Liefervertrag für Teile an dem militärischen Schwerlasthubschrauber Chinook CH-47F. Quelle: dpa
CH-47 Chinook

Einem Bericht zufolge handelt es sich um einen Liefervertrag für Teile an dem militärischen Schwerlasthubschrauber Chinook CH-47F.

(Foto: dpa)

Dresden Der sächsische Mittelständler Cotesa soll künftig Teile für die Hubschrauberproduktion des US-Konzerns Boeing liefern. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur vereinbarte das High-Tech-Unternehmen aus Mittweida einen Fünf-Jahresvertrag mit dem weltgrößten Flugzeughersteller.

Wie die Zeitung „Die Welt“ berichtete, handelt es sich um einen Liefervertrag für Teile an dem militärischen Schwerlasthubschrauber Chinook CH-47F. Demnach sollen künftig Leichtbauteile aus Sachsen schwerere Metallabdeckungen an dem mit zwei Rotoren fliegende Hubschrauber ersetzen. Das Geschäft soll am Donnerstag im Beisein von Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) und dem sächsischen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich (CDU) in Berlin offiziell verkündet werden.

Mit dem Auftrag geht dem Vernehmen nach auch die Schaffung zusätzlicher Arbeitsplätze bei dem sächsischen Hersteller von Verbundfaser-Bauteilen einher. Die 2002 gegründete Cotesa GmbH stellt bereits Komponenten für Airbus her, etwa für den Karbon-Rumpf des A350.

Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig sieht in dem Auftrag eine Stärkung des Freistaats als Luft- und Raumfahrtstandort. „Diese Ansiedlung ist ein gutes Zeichen dafür, dass wir auf dem richtigen Weg sind, Sachsen fit für Zukunftstechnologien zu machen“, sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur.

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    Die Luft- und Raumfahrtindustrie ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in Sachsen. Nach Angaben des Branchenverbandes LRT erwirtschaften im Freistaat rund 160 Unternehmen und Forschungseinrichtungen mit mehr als 7000 Beschäftigten einen Umsatz von rund 1,4 Milliarden Euro.

    Der Chinook, der wegen seiner Form auch als „Bananenhubschrauber“ bezeichnet wird, wird bereits seit den 1960er Jahren in Serie hergestellt und Boeing zufolge in mindestens 18 Länder weltweit geliefert. Laut „Welt“ ist auch eine Nachrüstung älterer Modelle mit den sächsischen Leichtbauteilen möglich.

    • dpa
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