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Hymer Wohnmobile Ein Durchbruch bei Akkus „schmeißt alles über den Haufen“

Ein Wohnmobil unter 3,5 Tonnen mit Elektroantrieb zu bauen – das hält der Chef des Herstellers Hymer für die kommenden Jahre für unrealistisch. Auch die Ladezeit wäre für Fahrzeuge mit sehr großen Akkus ein Problem.
26.12.2017 - 12:58 Uhr Kommentieren
Ein Arbeiter kontrolliert die Produktion eines Wohnmobils. Quelle: dpa
Produktion in Bad Waldsee

Ein Arbeiter kontrolliert die Produktion eines Wohnmobils.

(Foto: dpa)

Bad Waldsee Elektromobilität und autonomes Fahren sind die Zukunftsthemen der Autobranche - bei Wohnmobilen könnte das aus Sicht von Hymer-Geschäftsführer Jochen Hein aber noch etwas dauern. Zum einen seien die Hersteller von den jeweiligen Fahrgestellen abhängig. „Wir haben andere Zyklen als in der Pkw-Industrie. Die Chassis laufen 10 bis 15 Jahre.“ Zum anderen glaube er eher an eine Art Mischung zwischen autonomem und nicht-autonomem Fahren, sagte Hein. „Ich kann mir gut vorstellen, dass es sehr, sehr vorteilhaft ist, eine autonome Distanz auf der Autobahn zurückzulegen.“ Beim Fahren auf einer Landstraße würde er dagegen mit Blick auf den Freizeitgedanken nicht hinten sitzen wollen.

Auch das Thema Elektromobilität brauche in der Branche noch etwas länger. „Wir selbst sind an gewissen Themen dran, aber aus meiner Sicht wird das noch eine Zeit lang brauchen“, sagte Hein. Um mit einem Wohnmobil 500 Kilometer zurückzulegen, brauche man eine starke Akkuleistung - und habe ein großes Gewicht an Bord. „Man wird im Moment niemals ein reines Elektrowohnmobil unter 3,5 Tonnen schaffen, auch in den nächsten 5 bis 6 Jahren nicht – mit der entsprechenden Reichweite.“

Hinzu komme die Ladedauer: „Einen Tesla lade ich heute in einer Stunde zu 80 Prozent auf“, sagte Hein. Für ein Wohnmobil brauche man mindestens das drei- oder vierfache der Zeit. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine Familie, die in den Urlaub fährt, nach 500 Kilometern vier Stunden Pause machen möchte, um die Batterien zu laden.“ Allerdings schreite die Entwicklung schnell voran. So gebe es beispielsweise an den Universitäten Forschungen etwa zur Ladezeit und zu neuen Richtungen im Bereich der Akkutechnik. „Wenn da ein Durchbruch kommt, das schmeißt alles über den Haufen.“

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